Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

 

Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Das Thema in diesem Jahr lautete „Einfach für alle – Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“. In den Landkreisen Ravensburg, Bodensee, Lindau, Ulm und Tübingen schlossen sich Menschen der St. Gallus-Hilfe und der Stiftung Liebenau dem bundesweiten Engagement von „Aktion Mensch“ an. Mit Informationen und Aktionen verschafften sie sich Gehör, um das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für ihre Situation zu verbessern.

Drei Veranstaltungen organisierten der Behindertenbeirat, die Offene Behindertenarbeit, die Kirchengemeinde St. Verena-Versöhnerkirche und die St. Gallus-Hilfe gemeinsam im Landkreis Lindau: den Sinnesparcours, den Filmabend „Vielen Dank für nichts“ in Lindau sowie den Hut-Tag in Lindenberg. Die Trommelgruppe „Tschabum“ von den Lindenberger Werkstätten heizte ein mit heißen Rhythmen.

Aktions- und Informationsstände der AG Behinderung auf dem Leutkircher Pfingstmarkt zum Thema „Einfach für alle – Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“. Der Behindertenbeirat der Stadt Leutkirch hatte alle Hände voll zu tun, die interessierten Besucher zu informieren.

Am Aktionsstand auf dem Markdorfer Dixifest stellten sich die Bewohner der Markdorfer Wohngemeinschaft vor und informieren die Bevölkerung über die Teilhabe in unterschiedlichen Lebensbereichen. Selbsterfahrungen sammeln konnten Interessierte im Rollstuhl, mit dem Blindenstock bei verbundenen Augen oder im Alterssimulationsanzug.

Heimbeiräte der St. Gallus-Hilfe und Werkstatträte der Liebenauer Arbeitswelten informierten am eigenen Stand auf dem Wochenmarkt gemeinsam mit den Bewohnern der Wohngemeinschaften in Meckenbeuren und Brochenzell. Die Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation der St. Gallus-Hilfe zeigte ihre Arbeit auf und Schüler der Don-Bosco-Schule verkauften attraktive Handarbeiten.


Ein buntes Programm war vor dem Ulmer WeststadtHaus geboten. Im Mittelpunkt standen Begegnungen und Gespräche. Untersucht wurde zusammen mit den Gästen, wie barrierearm sie ihre eigene Stadt empfinden. Neben den drei Organisatoren der Aktion (St. Gallus-Hilfe gGmbH, RAZ Ulm und Bürgerzentrum WeststadtHaus Ulm) beteiligten sich viele weitere Akteure, wie die Lebenshilfe Ulm, die Kontaktstelle Selbsthilfe Körperbehinderter und Vertreter des Heyoka Theaters Ulm an dem Aktionstag. Die kulinarische Versorgung übernahmen die jungen Köche des Projekts „P!NK – Inklusion am Mittagstisch“, einem von Aktion Mensch geförderten Projekt der St. Gallus-Hilfe.

Beim Projekt-Café in Dußlingen haben die „Beatstomper“ aus Bad Urach mit Percussion auf ungewöhnlichen Instrumenten kräftig eingeheizt: Auf Plastiktonnen und Holzkisten spielten die sozial benachteiligten und straffällig gewordenen jungen Männer und Frauen. Unter den Gästen war auch der Kreisbehindertenbeauftragte Willi Rudolf.