Neu: Ehrenamt und Inklusion passen perfekt zusammen

Auf Anhieb haben elf Bürgerinnen und Bürger aus Tettnang Interesse bekundet, sich zu Bürgermentoren ausbilden zu lassen. Nach ihrer Fortbildung wollen sie in Tettnang das freiwillige Engagement weiter ankurbeln. Insbesondere die Inklusion von Menschen mit Behinderung steht in Tettnang stärker im Fokus, als in anderen Kommunen. Denn auch sie können zu Bürgermentoren ausgebildet werden.

Mit dem bisherigen Projektverlauf von  „Gemeinsam sind wir bunt in Tettnang“ wurde ein erfolgreicher Auftakt gemacht, Inklusion in Tettnang zum Thema zu machen. Gesellschaftliches Zusammenleben und Integration sei nur in Verbindung mit ehrenamtlichem Engagement zu meistern, ließ Bürgermeister Bruno Walter bei einer Info-Veranstaltung wissen. Über ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Programm sind bereits rund 2000 Bürgermentoren in verschiedenen Kommunen ausgebildet worden. Das  Einzigartige in Tettnang ist die Einbeziehung von Menschen mit Einschränkungen. Feste Kooperationspartner bei dem Projekt sind daher die Diakonie Pfingstweid und die St. Gallus-Hilfe. Der Kurs ist auf Grund der Förderung durch das Land Baden-Württemberg und die Baden-Württemberg-Stiftung für die Teilnehmer kostenfrei.

Bürgermentoren gestalten
„Wir wollen Bürgerinnen und Bürger fit für das Engagement machen“, erklärt Melanie Friedrich, Verantwortliche für die Anlaufstelle für Bürgerengagement der Stadt Tettnang. Wichtige Grundlage dafür ist die 40-stündige Fortbildung. Sie hat im November 2016 begonnen und dauert bis Februar 2017. Inhalte sind unter anderem die Übersicht über das bestehende Ehrenamt in Tettnang, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Projekt-Organisation und Führungstechniken für Gruppen.

Fortbildung in Leichter Sprache
Damit Menschen mit Einschränkung alles verstehen können, werden die Referenten Inhalte in Leichter Sprache oder zumindest in einfacher Sprache vermitteln. Karin Plettscher von der St. Gallus-Hilfe hob hervor, dass die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung eine Chance sei: Sie würden nicht nur Wertschätzung erfahren, sondern vor allem, dass sie etwas erreichen können. Das Projekt  mit den Partnern Diakonie Pfingstweid und St. Gallus-Hilfe hat einen starken Sozialraumbezug und ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.

Gefördertes Projekt
„Gemeinsam sind wir bunt in Tettnang“ ist ein Projekt im Rahmen des Programms „Gemeinsam sind wir bunt“ des Sozialministeriums Baden-Württemberg. Die inklusive Ausrichtung der Bürgermentoren-Ausbildung in Tettnang wird über dieses Förderprogramm des Sozialministeriums gefördert.

 

Mehr unter https://www.youtube.com/watch?v=oxkYB-YlV4w (ab 6:53 min.)

 

 

Neu: Bürger-Mentoren setzen sich fürs Ehrenamt ein


Der Text in Leichter Sprache ist geprüft von der Prüfer-Gruppe der St. Gallus-Hilfe.

 

 

Viele setzen sich ehren-amtlich in Tettnang ein.
Das heißt: Sie arbeiten in ihrer Frei-Zeit.
Sie bekommen kein Geld für ihren Einsatz.

Bald unter-stützen elf Bürger-Mentoren andere Ehren-Amtliche.
Jeder kann in Tettnang Bürger-Mentor werden:

  • Junge und alte Menschen.
  • Männer und Frauen.

Das Besondere in Tettnang ist:
Auch Menschen mit Behinderung können Bürger-Mentor werden.
Bürger-Mentoren arbeiten ehren-amtlich.

Wer Bürger-Mentor wird, bekommt eine Fort-Bildung.
Die Fort-Bildung hat im November 2016 begonnen.
Sie geht bis Februar 2017.
Sie hat 40 Stunden.
Hier lernt man alles, was man als Bürger-Mentor braucht.
Zum Beispiel:

  • wie man Werbung macht.
  • wie man einen Zeitungs-Artikel schreibt.
  • oder wie man ein Fest plant.

Nach der Fort-Bildung bekommen Bürger-Mentoren eine Urkunde.

Die Verantwortliche Melanie Friedrich (hinten 2.v.l.) mit Wolfgang Koczelniak (ehrenamtlicher Bürgermentoren-Trainer, hinten 3.v.r.) mit den elf künftigen Bürgermentorinnen und -mentoren.