Mit allen Sinnen auf dem Klangweg unterwegs

Der große „Klangschalenbaum“, eine „Glockenbühne“ oder der „Melodiengampfi“: Ganz besondere Instrumente in Art und Größe erwarten die 15 Wanderer auf dem Klangweg im Toggenburg in der Schweiz: Gemeinsam erforschen und genießen Menschen mit und ohne Einschränkung den Weg. Außerdem musizieren und singen sie dabei zusammen mit den Leiterinnen Sabine Meier und Schtine Ruoff.

 

Zu den Klangwerken, die am Weg entlang zu finden sind, gehören auch der Singstein, eine Wasserspringschale und ein Horchplatz. Ein Weg für alle Sinne tut sich den Wanderern auf. Vor allem aber die großen Klangschalen sind Sabine Meier von ihrer vorhergehenden Wanderung noch lebendig in Erinnerung. Wer mit den übergroßen und mit Wasser gefüllten Schalen experimentiert und sie mit einem Schlegel anschlägt, kann die Klänge nicht nur hören, sondern auch die Form der Wasserklangbilder sehen, ihnen visuell folgen und sich in ihren Bann ziehen lassen. Erklärungen rund um die Klanggeräte sind für die Wanderer auf entsprechenden Tafeln zu finden.

Viel Zeit zum Erforschen
An den beiden Fortbildungstagen Ende Juni können die Teilnehmer einen Teil der 26 Installationen erproben. Der Weg liegt am Fuße der Churfirsten und trotz seiner Lage in den Bergen ist er für viele Menschen – auch mit Einschränkung – relativ gut begehbar. Die Gruppe ist zwei Tage lang in Bewegung und in der freien Natur. Dabei bleibt viel Zeit für das gemeinsame Singen. „Die Teilnehmer ohne Einschränkung, die bei der ersten inklusiven Wanderung dabei waren, waren besonders über das freie, ungezwungene Ausprobieren der Menschen mit Einschränkung erstaunt. Und sie haben sich gerne anstecken lassen.“

An der Fortbildung, die ausgebucht ist, nehmen Bewohner der Stiftung Liebenau und anderer Einrichtungen teil. Die Wanderung wird von Aktion Mensch gefördert. Die Teilnehmer haben deshalb nur einen geringen Beitrag selbst zu tragen.

www.klangwelt.ch/de/klangweg

 

Der Klangweg Toggenburg eröffnet neue Sinneswahrnehmungen und eignet sich für das gemeinsame Erleben von Menschen mit und ohne Behinderung.
26 verschiedene Installationen und Instrumente erwarten die Wanderer.