Angst vor dem Zahnarzt, ade!

Wer kennt sie nicht – die Angst vor dem Zahnarzt? Wahrscheinlich kennt jeder stechenden Zahnschmerz und womöglich auch das Geräusch des Bohrers in der Zahnarztpraxis. Im Rahmen des Inklusionsprojektes der Ambulanten Dienste in Tuttlingen der Stiftung Liebenau besuchten Menschen mit Behinderungen eine Praxis. Der Blick hinter die Kulissen verschaffte den Besuchern neue Erkenntnisse, die halfen die Angst etwas zu nehmen. Auch in der Stiftung Liebenau findet sich eine Zahnstation, in der vor allem Menschen mit Behinderungen behandelt werden: Dr. Danijel Bago stellt sich hier ganz auf den einzelnen Patienten ein.

Die Praxis des Senioren- und Behindertenbeauftragten der Bezirkszahnärztekammer Tuttlingen Dr. Thomas Schilling war das Ziel der Gruppe von Menschen mit Behinderung. Sie besuchte die Praxis im Rahmen des Inklusionsprojektes „Zusammen für ein inklusives Tuttlingen“. In einfacher, verständlicher Sprache erklärten der Zahnarzt und seine Assistentin die Abläufe in einer Praxis. Die Gruppe schaute sich die zahnmedizinischen Instrumente an und bekam ausführliche Erklärungen zu den elektrischen Geräten, wie etwa dem Röntgenapparat. An einem Schaubild wurden Aufbau, Beschaffenheit und Schwachstellen des Zahnes verdeutlicht. Die Teilnehmer konnten das richtige Zähneputzen an Modellen ausprobieren und ihr Wissen vertiefen. Alle waren sich einig: Die Informationen haben geholfen, die Angst vor dem nächsten Zahnarztbesuch zu nehmen.

Zahnarztpraxis in der Stiftung Liebenau
Ortswechsel: Auch in der zahnmedizinischen Praxis von Dr. Bago in der Stiftung Liebenau muss der Patient keine Angst haben. In der Praxis werden Patienten aus einem überregionalen Einzugsgebiet behandelt. 4900 Patienten stehen in der Kartei der Zahnstation, gut 80 Prozent von ihnen haben eine geistige oder körperliche Behinderung, sind schwerstbehinderte oder ältere Menschen mit der Pflegestufe drei. Die Behandlung dieser Personengruppen ist für Zahnärzte eine besondere Herausforderung: „Menschen mit Behinderung sind oft sehr spontan“, beschreibt Dr. Bago. Allerdings sind die Behandlungen auch deutlich aufwendiger, zeit-, kosten- und personalintensiver als bei nicht behinderten Menschen. Patienten, die unter oft extremer Angst leiden und mit dem Zahnarzt nicht kooperieren, können meist nur in Anwesenheit mehrerer Helferinnen, häufig gar nur unter Narkose behandelt werden. Während des Eingriffs muss ein Narkosehelfer dabei sein, und auch die anschließende Aufwachphase wird überwacht.

Umfassende Ausstattung
Die großzügigen Behandlungsräume der Zahnarztpraxis in der Stiftung Liebenau sind problemlos mit dem Rollstuhl oder gar dem Bett erreichbar. Es gibt fahrbare Behandlungstische, modernste Geräte, etwa im Sterilraum oder für digitale Röntgenaufnahmen, Computer in jedem Raum und, komplett behindertengerecht, Aufzüge auf jeder Seite des Gebäudes. Was hinzukommt: Die Zahnstation verfügt über ein eigenes Labor mit zwei Zahntechnikern, kann also komplette konservierende chirurgische und prothetische Sanierungen vornehmen.

 

Informationen:
Inklusionsprojekt Tuttlingen: Telefon 07461 7601491
Zahnmedizinische Praxis der Stiftung Liebenau: Telefon 07542 10-5331

Website

Keine Angst vor dem Zahnarzt

Der Text in Leichter Sprache ist geprüft von der Prüfer-Gruppe der St. Gallus-Hilfe.


Für viele sind Zahnschmerzen sehr unangenehm.
Manchmal tut es beim Zahnarzt sehr weh.
Manchmal versteht man nicht was der Zahnarzt macht.
Darum haben viele Menschen Angst vor dem Zahnarzt.
Die Angst muss nicht sein.

Besuch beim Zahnarzt
Menschen mit Unterstützungs-Bedarf haben einen Zahnarzt besucht.
Die Ambulanten Dienste in Tuttlingen betreuen die Menschen.
Der Zahnarzt ist in Tuttlingen.
Er hat den Besuchern in seiner Praxis alles gezeigt.
Er hat erklärt wie ein Zahn aussieht.
Er hat ein Röntgen-Bild gezeigt.
Die Besucher konnten auch ausprobieren, wie  man richtig Zähne putzt.
Die vielen Informationen haben ihnen geholfen.
Das haben alle Besucher gesagt.
Sie haben jetzt weniger Angst vor dem Zahnarzt.

Zahnarzt in Liebenau
In der Stiftung Liebenau gibt es auch einen Zahnarzt.
Zu ihm kann jeder kommen.
Auch wenn er weiter weg wohnt.

Jeder kann nach Liebenau kommen
Der Zahnarzt behandelt Menschen mit und ohne Behinderungen.
Bei schwierigen Sachen gibt der Zahnarzt dem Patienten eine Spritze.
Das schwere Wort heißt: Narkose.
Der Patient schläft dann ganz fest.
Bei der Behandlung spürt der Patient nichts.
Die Behandlung ist für den Zahnarzt so einfacher.
Es ist immer eine Fachkraft da, wenn der Patient schläft.
Auch wenn er wieder aufwacht, ist die Fachkraft da.

Kontakt:
Zahnarzt-Praxis der Stiftung Liebenau: Telefon 0 75 42 10-53 31
 
Link zu schwerer Sprache: https://st.lukas-klinik.de/leistungsspektrum/ambulante-angebote/zahnmedizinische-praxis/index.html

Foto 1:
Zahnarzt Thomas Schilling hat den Besuchern viele Informationen gegeben.
Das hat ihnen geholfen.
Sie haben jetzt weniger Angst vor dem Zahnarzt.

Foto 2:
Zum Zahnarzt in der Stiftung Liebenau können Menschen mit und ohne Behinderung kommen.
Der Zahnharzt behandelt auch Menschen von weiter weg.fileadmin/st-gallus-hilfe-de/user_upload/Newsletter/pdf/bundestagswahl-leichte-sprache.pdf

Die Informationen in der Zahnarztpraxis von Dr. Thomas Schilling haben den Klienten der Liebenau Teilhabe in Tuttlingen geholfen, Ängste vor dem Zahnarzt abzubauen.
In der zahnmedizinischen Praxis der Stiftung Liebenau können Menschen mit und ohne Behinderung auch aus überregionalem Einzugsgebiet behandelt werden. Dr. Danijel Bago stellt sich ganz indivuell auf jeden Patienten ein.