Solarstadt mit sozialem Charakter

Wohnen wo Leben ist, leben wo man dabei sein kann: Damit Menschen mit Assistenzbedarf in Städten oder Gemeinden leben können, entstehen unterschiedliche Wohnangebote. In Friedrichshafen-Wiggenhausen setzt die Stiftung Liebenau zusammen mit der Zeppelin Wohlfahrt ein soziales Konzept für 58 Wohnungen um. Drei Wohnungen stehen für insgesamt elf Menschen mit Assistenzbedarf zur Verfügung. Begleitet werden sie von den Ambulanten Diensten der Stiftung Liebenau im Bodenseekreis. Die Mietwohnungen waren ab November 2017 bezugsfertig.

Jürgen Schübel, Leiter der Ambulanten Dienste, ist begeistert von dem Konzept und freut sich über das Interesse an den bereitgestellten Wohnungen. „In zwei der drei Wohnungen legen wir im Dezember los“, so Schübel. Dabei richtet sich der Fokus der Begleitung neben der individuellen Assistenz vor allem auf die Teilhabe im Quartier. Die barrierefreien Wohnungen ermöglichen ein gemeinschaftliches Zusammenleben und bieten dennoch genügend individuellen Freiraum und Privatsphäre. So steht beispielsweise in zwei Wohnungen jedem Bewohner ein eigenes Bad zur Verfügung. Auch junge Menschen, die bisher noch bei ihren Eltern oder in einer stationären Einrichtung leben, können hier für ein eigenständiges Wohnen vorbereitet und geschult werden.

Ansprechendes Quartier
Ein extra eingerichteter Gemeinschaftsraum im Gebäude kann von den Bewohnern für private Veranstaltungen sowie für gemeinsame Aktionen und Projekte genutzt werden. Hier können sich Menschen der benachbarten Wohnanlagen zusammenfinden und gemeinsam das Leben im Quartier gestalten. In Abstimmung mit der Stadt Friedrichshafen werden auch positive infrastrukturelle Impulse für das Gesamtquartier geschaffen. Ein begrünter Quartiersplatz im Zentrum der Gebäude dient der Erholung und Entspannung. Er soll aber auch mit einem Café als Begegnungsort für die Bürgerinnen und Bürger fungieren.

Für selbstverständliches Zusammenleben

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist auch in Friedrichshafen und Umgebung nach wie vor groß. Die Zeppelin Wohlfahrt und die Stiftung Liebenau leisten mit dem quartiersbezogenen Wohnprojekt einen Beitrag für das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung.

Leben in der Stadt Friedrichshafen

Der Text in Leichter Sprache ist geprüft von der Prüfer-Gruppe der St. Gallus-Hilfe.

 

In Friedrichshafen baut eine Firma viele Wohnungen.
Die Firma heißt Zeppelin Wohlfahrt.
Insgesamt sind es fast 60 Wohnungen im Stadtteil Wiggenhausen.
Davon sind drei Wohnungen für Menschen mit Behinderungen.

Private Zimmer und Gemeinschafts-Räume
Elf Menschen mit Behinderungen können in den drei Wohnungen leben.
Jeder hat sein eigenes Zimmer.
Die meisten haben ein eigenes Bad.
Es gibt Gemeinschafts-Räume in den Wohnungen.
Dort können die Bewohner zusammen-kommen.
Sie können dort zusammen essen oder spielen.
Fach-Kräfte der Stiftung Liebenau helfen den Bewohnern im Alltag.
Zum Beispiel beim Einkauf oder bei Arzt-Besuchen.
Sie helfen auch bei Kontakten.
Zum Beispiel zu den Nachbarn.
Oder zu Vereinen.

Viele können sich treffen
Das Haus hat auch einen großen Gemeinschafts-Raum.
Dorthin können auch andere Bürger aus Friedrichshafen kommen.
Jeder der Lust hat, kann dort bei vielem mitmachen.
Es gibt einen Garten beim Haus.
Dort ist auch ein Café.
Menschen können sich hier treffen.
Wenn viele mitmachen, wird es im Stadtteil lebendig.
Menschen mit und ohne Behinderungen können gut zusammenleben.

Viele finden eine Wohnung
Wohnungen in Friedrichshafen sind teuer.
In Wiggenhausen finden viele eine Wohnung.
Für diese Wohnungen muss man nicht so viel bezahlen.
Das ist der Zeppelin Wohlfahrt und der Stiftung Liebenau wichtig.

Bild:
In dem Haus in Wiggenhausen gibt es viele Wohnungen.
Drei sind für Menschen mit Behinderungen.

Im Quartier der Solarstadt Friedrichshafen-Wiggenhausen können elf Menschen mit Behinderung ein Zuhause finden. Sie erhalten individuelle Assistenz von den Ambulanten Diensten im Bodenseekreis.