Teilhabe an Arbeit wird hohe Qualität attestiert

Zertifizierungen – in der Industrie sind sie gang und gäbe. Wenige wissen, dass diese auch im Sozialbereich von großer Wichtigkeit sind. Die Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) der Liebenau Teilhabe sind erneut durch den TÜV auditiert worden (DIN EN ISO 9001:2008). Zeitgleich wurden die Vorgaben der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) überprüft und das Zertifikat erneuert. Für alle Auftraggeber wird so klar, dass die Teilhabe der Menschen mit Einschränkungen am Arbeitsleben transparent gestalteten Qualitätsstandards folgt.

Eine Zertifizierung ist für viele Firmen Bedingung, um Aufträge zu vergeben. Darauf sind die neun verschiedenen Standorte der Werkstätten der Stiftung Liebenau angewiesen: ob Leuchten zusammengebaut oder Bastelartikel verpackt werden, ob montiert wird oder Akten vernichtet werden, Grünanlagen gepflegt oder Wäsche gereinigt wird.
Berufliche Teilhabe, Bildung und eine qualifizierte Betreuung der Menschen mit Einschränkungen stehen im Mittelpunkt der Aufgaben einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Damit diese den selbst gesetzten Standards wie Betreuungsplanung, Arbeitsschutz oder Hygienevorschriften entsprechen, werden sie jedes Jahr geprüft. In einem kontinuierlichen Prozess werden Vorgaben überprüft, Verbesserungsvorschläge umgesetzt, Wünsche und Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigt, Abläufe verbessert.

Standards für die berufliche Bildung prüfbar
Für den Berufsbildungsbereich (BBB) gilt ähnliches, damit die Bundesagentur für Arbeit diesen als Träger der beruflichen Bildung anerkennt. Dafür gibt es die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV). Egal ob ein Jugendlicher mit Handicap nach der Schule berufliche Orientierung sucht oder ein Erwachsener mit Handicap den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben wagt: Im BBB wird er fit für das Berufsleben gemacht. Durch die Zertifizierung werden die Qualitätsstandards für alle Seiten überprüfbar.

v.l.: Gabriele Großpietsch (Leitung Berufliche Bildung und Arbeitsassistenz), Ulrike Stutzmüller (Qualitätsmanagement) und Stefan Fricker (Bereichsleitung Arbeit und Bildung) sind stolz auf die Re-Zertifizierung.