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02.12.2011

St. Gallus-Hilfe bietet Berufsbildungsbereich für den Schwarzwald-Baar-Kreis

VILLINGEN - Mit dem Umzug der St. Gallus-Hilfe in Villingen-Schwenningen von der Färberstraße in die Pontarlierstraße hat nun auch ein neues Angebot seinen Betrieb aufgenommen: Seit September 2011 ist dort der Berufsbildungsbereich – kurz BBB – angesiedelt. Junge Menschen mit Behinderung werden mit unterschiedlichen Schulungen auf das Berufsleben vorbereitet, "fit" gemacht für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt.


Fit werden fürs Berufsleben

Im Berufsbildungsbereich wird nicht eine Berufsausbildung im klassischen Sinne angeboten. Vielmehr geht es hier um die Themen Berufsorientierung und -vorbereitung. Die jungen Menschen arbeiten drei Tage pro Woche in ihren Praktikumsbetrieben. An zwei Tagen (mittwochs und donnerstags) lernen die Praktikantinnen und Praktikanten analog zur Berufsschule, weiterführende Inhalte in Mathematik, Deutsch, Sport und Werken. Auf dem Stundenplan stehen aber auch hauswirtschaftliche Kenntnisse und die Arbeit am Computer.

Das Angebot des BBB richtet sich sowohl an Menschen mit Behinderung, die bisher auf dem Arbeitsmarkt noch nicht Fuß fassen konnten, sowie an Menschen, die aufgrund einer Krankheit ihre Ausbildung unterbrechen mussten. Der Praktikumsbetrieb wird je nach Neigung und Interesse des Bewerbers zusammen mit ihm ausgesucht. Achim Leibach, Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe setzt sich für die Kooperationen mit den Firmen ein und betreut die jungen Menschen mit Behinderung bei seinen regelmäßigen Besuchen direkt bei der Arbeit in den Betrieben. 

Schlüsselqualifikationen sind gefragt

"Ziel ist hier in der Pontarlierstraße beispielsweise, dass die jungen Menschen es schaffen, den eigenen Lebenslauf auf dem Computer zu verfassen", berichtet Diplom-Sozialpädagogin Barbara Reichstein. Gezielt werden Schlüsselqualifikationen gefördert, die nötig sind, um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen. Außerdem bietet der Berufsbildungsbereich Raum zum Austausch. Probleme, Sorgen und Ängste können hier mit den Fachkräften besprochen werden. Auch für Übergangszeiten in Krisen oder zu Trainingszwecken können die Jugendlichen in die Pontarlierstraße kommen. Dadurch werden die Betriebe entlastet. 

Erster Arbeitsmarkt als Ziel

Zurzeit nehmen in Villingen-Schwenningen sechs Teilnehmer das Angebot des Berufsbildungsbereichs wahr. Die Jugendlichen arbeiten als Praktikanten im Digitaldruckcenter, in metallverarbeitenden Betrieben, Kindergärten oder auch in der Leergutabteilung eines Supermarktes. "Die jungen Menschen sollen im ersten Jahr, der Orientierungsphase, verschiedene Arbeitsbereiche kennenlernen, um zu sehen, wo die eigenen Stärken liegen. Drei bis vier verschiedene Bereiche im Jahr sind dafür ideal. Im zweiten Jahr sollen dann die Stärken und Interessen gefestigt werden", beschreibt Achim Leibach den Ablauf des BBB. 

Nach Ablauf der zwei Jahre wird in jedem Einzelfall geprüft, ob eine Tätigkeit an einem ausgelagerten Werkstattarbeitsplatz oder eine reguläre Lehre in Frage kommt. Denn Ziel des Berufsbildungsbereichs ist es vorrangig, Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. "Die Unternehmen reagieren sehr positiv und sind offen für Kooperationen", freut sich Achim Leibach.

 


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Die St. Gallus-Hilfe bietet in der Pontarlierstraße in Villingen ganz neu das Angebot des Berufsbildungsbereichs an.

Junge Menschen mit Behinderung werden hier mit unterschiedlichen Schulungen auf das Berufsleben vorbereitet.

Die Ausstattung der Räume des Berufsbildungsbereichs der St. Gallus-Hilfe Villingen-Schwenningen bietet viele Möglichkeiten, handwerkliches Geschick zu trainieren.

Neben der schulischen Vorbereitung fürs Berufleben bleibt im Berufsbildungsbereich der St. Gallus-Hilfe auch Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Kickern.