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27.02.2012

St. Gallus-Hilfe vermittelt jungen Menschen mit Behinderung Berufspraktika

VILLINGEN-SCHWENNINGEN - Die eigenen Fähigkeiten ausloten, Berufe kennen lernen, den Arbeitsalltag erleben und unterschiedliche Aufgaben bewältigen: Mit jeder Menge neuer Erfahrungen beendete Beate Ritter, eine junge Frau mit einer geistigen Behinderung, ihr sechsmonatiges Praktikum beim Second-Hand-Markt und Sozialkaufhaus "Jumbo 9" in Villingen-Schwenningen. Sie meisterte ganz verschiedene Aufgaben, bei denen ihr Firmenpatin Bärbel Jaschke zur Seite stand.


Erfahrungen ebnen Weg auf den Arbeitsmarkt

Beate Ritter war in der Textilabteilung von Jumbo 9 tätig, hat dort Ware sortiert, Wäsche zusammen gelegt, Preiszettel angebracht, die Kleider auf Bügel gehängt und den Tag durch für Ordnung auf den Kleiderständern gesorgt. "Das hat gut funktioniert. Sie hatte mit Frau Jaschke und Frau Eberhardt immer zwei direkte Ansprechpartnerinnen, die sie unterstützten", berichtet Jörg Eich, Geschäftsführer von Jumbo 9. "Wir haben einen Arbeitsplatz für sie bereitgestellt, an dem sie ihre Arbeit ohne Druck ausführen konnte."

Achim Leibach, Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe in Villingen-Schwenningen ist froh über die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Jumbo 9: "Man kam Beate Ritter hier sehr wohlwollend und verständnisvoll entgegen. Für unser Anliegen junge Menschen mit einer Behinderung für den Arbeitsmarkt fit zu machen, brauchen wir Unternehmen wie dieses."

Neue und positive Erfahrung

Das Team der St. Gallus-Hilfe richtet sich nach den Interessen und Wünschen der Bewerber: Sie sollen die Gelegenheit haben, in verschiedene Berufszweige hineinzuschnuppern. Das Unternehmen Jumbo 9, das vom Verein zur Förderung von Jugend- und Sozialarbeit im evangelischen Kirchenbezirk Villingen betrieben wird, will auch weiterhin mit der St. Gallus-Hilfe zusammen arbeiten. "Für uns war es eine neue und sehr positive Erfahrung", so Jörg Eich. "Normalerweise beschäftigen wir hauptsächlich Langzeitarbeitslose. Für uns war aber sofort klar, dass wir gerne dazu bereit sind, Frau Ritter in unser Team aufzunehmen und ihr eine Chance zu geben, diesen Arbeitsbereich kennen zu lernen."

Nächstes Praktikum folgt

Beate Ritter kannte Jumbo 9 schon seit April 2011. Seither ging sie täglich zwei Stunden dort arbeiten. Als im September des gleichen Jahres der Berufsbildungsbereich der St. Gallus-Hilfe in Villingen-Schwenningen seinen Betrieb aufnahm, konnte sie ihre Zeit an drei Tagen pro Woche auf sechs Stunden aufstocken. An den anderen beiden Tagen erhält sie unterstützende und ergänzende Schulungen mit praktischen und theoretischen Unterrichtseinheiten in den Räumen der St. Gallus-Hilfe in der Pontarlierstraße. Gezielt werden dort Schlüsselqualifikationen gefördert, die nötig sind, um auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen.

Der nächste Praktikumsplatz steht für die junge Frau bereits fest: Ihr Wunsch war es, im hauswirtschaftlichen Bereich zu arbeiten. Die Chance bietet ihr ein Altenheim, in dem sie in der Küche passende Arbeiten übernehmen wird.

 

 


 

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Beate Ritter (Mitte) mit Marietta Eberhardt (links) und Bärbel Jaschke

Beate Ritter (Mitte) mit ihren Ansprechpartnerinnen Marietta Eberhardt (links) und Bärbel Jaschke bei Jumbo 9.