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11.05.2012

Einblicke in die Werkstatt "Arbeit Inklusive" der St. Gallus-Hilfe

VILLINGEN-SCHWENNINGEN - Mit einem Tag der offenen Tür hat die Werkstatt "Arbeit Inklusive" der St. Gallus-Hilfe in Villingen-Schwenningen sein einjähriges Bestehen gefeiert. Zur Feierstunde in die Villinger Pontarlierstraße kamen zahlreiche Kooperationspartner, Unterstützer, Freunde und natürlich die Menschen, die in der Werkstatt und den ausgelagerten Arbeitsplätzen tätig sind.


Die Chance auf einen Arbeitsplatz

"Für uns alle ist heute ein freudiger Tag. Wir sind stolz auf das, was das Team um Barbara Reichstein bisher geleistet hat", so Jörg Munk, Geschäftsführer der St. Gallus-Hilfe für behinderte Menschen. Seit dem Start 2011 hat das Team ein ganzes Netz von Kooperationsbetrieben aufgebaut, in denen Menschen mit Behinderung Berufspraktika absolvieren können. Das Ziel dieses "Berufsbildungsbereichs" ist, Menschen mit Behinderung die Chance auf einen Arbeitsplatz auf dem primären Arbeitsmarkt zu geben. Die jungen Menschen arbeiten drei Tage pro Woche in ihren Praktikumsbetrieben, an zwei Tagen erhalten sie in den Räumen der St. Gallus-Hilfe unterstützende und ergänzende Schulungen mit praktischen und theoretischen Unterrichtseinheiten.

Ein Meisterstück der Beteiligten

"Für dieses Projekt brauchen wir Mitarbeiter, die Neues wagen. Es ist ein Meisterstück, was in diesem Jahr geleistet wurde", lobte Jörg Munk alle Beteiligten. Er bedankte sich auch bei Stefan Fricker, Bereichsleiter Arbeit und Bildung der St. Gallus-Hilfe und Franz Walter, Leiter des Fachbereichs Ambulante Dienste der St. Gallus-Hilfe, die an der Vorbereitung und der Umsetzung des Projekts mitwirkten. "Im Januar 2011 konnten wir den ersten ausgelagerten Arbeitsplatz anbieten. Heute sind insgesamt 17 junge Menschen mit Behinderung im Berufsbildungsbereich und im Arbeitsbereich tätig", berichtet Sozialpädagogin Barbara Reichstein.

Eine besondere Werkstatt

Jürgen Stach, Sozialdezernent im Schwarzwald-Baar-Kreis und Holger Ludwig von der Agentur für Arbeit in Villingen-Schwenningen waren sich einig: "Dies hier ist eine besondere Werkstatt. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern konnten schon einige Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen." Holger Ludwig lobte zudem die Eigeninitiative, das Durchhaltevermögen und den Willen des Teams, Menschen mit Behinderung die Chance zu geben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Jürgen Stach berichtete, dass im Schwarzwald-Baar-Kreis immer mehr Arbeitgeber bereit seien, Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz anzubieten.

Erfahrungen sind positiv

Arnold Berger, Küchenchef in der Königsfelder Michael-Balint Klinik, ist schon seit einem Jahr Pate an einem der Außenarbeitsplätze und berichtete von seinen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit behinderten Menschen. "Es ist wichtig, diesen jungen Menschen eine Perspektive zu bieten und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie gebraucht werden. Meine Erfahrungen sind sehr positiv."

Pfarrer Günther Fackler sprach gemeinsam mit den Besuchern Gebete und Fürbitten und segnete die Räume. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten Philipp Eschbach und Nicolas Lopez, ein Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christian Neidhart, einem Beschäftigten im Arbeitsbereich.

Nach dem offiziellen Teil hatten die Besucher Gelegenheit, mit den Mitarbeitern und den Teilnehmern des Berufsbildungsbereichs ins Gespräch zu kommen und sich die Räume anzusehen.

 

 


 

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Das engagierte Team der St. Gallus-Hilfe in Villingen-Schwenningen

Das engagierte Team der St. Gallus-Hilfe in Villingen-Schwenningen (v.l.n.r.): Patricia Lipp, Barbara Reichstein, Erika Walter, Achim Leibach und Marlies Müller.

Anregende Begegnungen am Tag der offenen Tür

Anregende Begegnungen bot der Rahmen des Tags der offenen Tür der St. Gallus-Hilfe in der Pontarlierstraße in Villingen-Schwenningen.