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13.09.2012

Technisch versiert und selbstbewusst

WANGEN-SCHAUWIES – Technik ist sein Steckenpferd. Viele Jahre war Herbert Karallus als Hausmeister tätig. Heute arbeitet er im AIP der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau). Der WfbM-Beschäftigte ist eingebunden in die Logistik, in die Ausführung und Kontrolle von Aufträgen.


Neue Herausforderungen

"Ich wollte immer Metaller werden", erzählt Herbert Karallus. In Haslach besuchte er die Schule St. Christoph, absolvierte den Berufsbildungsbereich der Stiftung Liebenau und war viele Jahre als Hausmeister in der Einrichtung St. Konrad in Haslach tätig. Immer interessiert, hat er sich in Kursen und Weiterbildungen, die eigens für Menschen mit Behinderung angeboten werden, technisches Wissen angeeignet. Mit Anfang 30 suchte er neue Herausforderungen und wechselte in die Oberschwäbische Werkstatt für Menschen mit Behinderung nach Ravensburg. "Ich kontrollierte die Aufträge", berichtet Herbert Karallus. Doch als er vernahm, dass im nahegelegenen Gewerbegebiet Geiselharz-Schauwies eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) errichtet werden soll, hat er sich beworben. Mit Erfolg.

Aktiv als Werkstattratsvorsitzender

Die St. Gallus-Hilfe entwickelte dort ein Arbeitsintegrationsprojekt (AIP) für etwa 100 Menschen mit geistiger Behinderung oder Förderbedarf. Bis die Werkstatt mit seinem Hochregallager und eigener Kantine fertig gestellt war, arbeitete Herbert Karallus in der WfbM Rosenharz und war mit der Grünlandgruppe unterwegs, um Gärten und Grünanlagen zu pflegen. Im Februar 2007 eröffnete die St. Gallus-Hilfe das AIP, wo Montage-, Verpackungs- und Logistikarbeiten für regionale Unternehmen ausgeführt werden. Die großräumige, helle Werkstatt überzeugte ihn. Zuerst noch halbtags in Rosenharz tätig, entschied er sich, ganz im AIP zu arbeiten. Die Beschäftigten wählten ihn später zum Werkstattratsvorsitzenden und über viele Jahre hinweg setzte er sich couragiert für deren Wünsche und Belange ein.

Verantwortungsbewusst im AIP

Erst vor drei Monaten hat er das Amt des Werkstattratsvorsitzenden abgelegt, um sich ganz seinen Verantwortungen im AIP zu widmen. Vormittags bereitet der 46-Jährige die Aufträge vor. Mit seinem Handhubwagen fährt er in das Lager, liefert die Rohware samt Etiketten in die Produktion. Er prüft die auszuführenden Aufträge und macht sie versandfertig. Nachmittags hat er seinen Arbeitsplatz in der Produktion. Da werden Malerutensilien verpackt, Pinsel geklebt und etikettiert. Er ist immer auf dem Sprung, wenn das Material oder die Etiketten ausgehen. Einmal in der Woche ist er im Metallbereich beschäftigt. Er schleift oder schneidet Rohre. Es fasziniert ihn zu sehen, welches Metall, wie und wo eingesetzt wird. Zur Arbeit kommt er mit dem Fahrrad und in seiner Freizeit geht er am liebsten wandern. "Mein Arbeitsplatz gefällt mir", sagt Herbert Karallus.

 


 

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Der WfbM-Beschäftigte Herbert Karallus kommissioniert und etikettiert Malerpinsel im AIP der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau).

Der WfbM-Beschäftigte Herbert Karallus kommissioniert und etikettiert Malerpinsel im AIP der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau).

Der kommissionierte Auftrag ist versandfertig. Der WfbM-Beschäftigte Herbert Karallus liefert die Ware zur LKW-Ladestelle.

Der kommissionierte Auftrag ist versandfertig. Der WfbM-Beschäftigte Herbert Karallus liefert die Ware zur LKW-Ladestelle.