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27.09.2012

Haus St. Barbara in Hegenberg: umfangreiche Sanierung abgeschlossen

MECKENBEUREN-HEGENBERG - Die Sanierung des Wohnhauses St. Barbara ist abgeschlossen. Auf dem Gelände der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) in Hegenberg entstanden Wohngruppen, die den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen mit Mehrfachbehinderung entsprechen. Anlässlich des Familientages segnete Prälat Michael H. F. Brock die neu geschaffenen barrierefreien Wohnbereiche. Christoph Gräf, Bereichsleiter Kinder, Jugend und Familie führte die Gäste durch den Tag.


Neue Räume bieten mehr Lebensqualität

Mit 150 Bewohnern, Besuchern, Mitarbeitern und Freunden feierte Prälat Brock den Gottesdienst. In seiner Predigt betonte er die Würde und den Wert jedes einzelnen Menschen. Eigens für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen und körperlichen Einschränkungen hat die Stiftung Liebenau das Haus St. Barbara von Grund auf saniert. Heimleiter Eberhard Bleher erklärte: "Es ist wichtig für die Menschen, die sich selbst wenig Wert beimessen, zu erfahren ‚Wir sind es wert, in schönen Räumen zu leben.'"

Mehr Privatsphäre

Das eingeschossige Haus St. Barbara wurde in den 70er Jahren errichtet und war für größere Wohngruppen mit Zwei- und Dreibettzimmern konzipiert. "Die Kinder und Jugendlichen, die hier wohnen, brauchen viel Begleitung und Struktur, um den Alltag bewältigen zu können", berichtete Bleher. So war es ein wichtiges Anliegen, im Zuge der Renovierung die Wohnsituation entscheidend zu verbessern. Heute beherbergt das Haus vier Wohngruppen mit Einzelzimmern und größeren Doppelzimmern. Die neue Raumgestaltung bietet den jungen Bewohnern mehr Privatsphäre und so auch die Möglichkeit, sich innerhalb ihres Wohnbereiches zurückzuziehen. In einer Wohngruppe leben sechs bis acht Kinder und Jugendliche.

Ein guter Standort für die Region

Der Standort Hegenberg sei auch aus Sicht der Landkreise wichtig, um den besonderen Bedürfnissen in der Betreuung von jungen Menschen mit Behinderung gerecht zu werden, berichtet Gräf die Erfahrungen aus Konferenzen mit Vertretern der Landkreise. Hegenberg steht für eine räumliche Nähe von Schule, Therapie und Betreuung im Wohnen. Ergänzend dazu kooperiert die St. Gallus-Hilfe in Hegenberg mit der St. Lukas-Klinik (ebenfalls Stiftung Liebenau), um den ihr anvertrauten Personenkreis bestmöglich zu betreuen. "Hegenberg ist ein gutes Angebot für Familien aus der Region und zum Teil darüber hinaus", bestätigte der Fachbereichsleiter.

Junge Bewohner finden: "Es ist schön"

Das Haus St. Barbara wurde thermisch komplett saniert. Lichtdurchflutete, farblich abgestimmte und barrierefreie Raumstrukturen für Wohnen und Therapie auf großer Fläche, mit Garten, Vorhof und Terrasse schaffen eine behagliche Wohnatmosphäre, wo sich die Kinder und Jugendlichen mit herausforderndem Verhalten wohlfühlen. "Sie betrachten ihr neues Zuhause mit Ehrfurcht", sagte eine Mitarbeiterin. Die Worte: "Es ist schön", von einer jungen Frau, die aufgrund ihrer Einschränkungen kaum in der Lage ist, sich mitzuteilen, sei das größte Lob für die gelungene Renovierung.

In das 1,7 Millionen-Projekt für mehr Lebensqualität von Menschen mit Behinderung investierte das Land knapp 700.000 Euro. Die Aktion Mensch unterstützte die Sanierung mit 280.000 Euro. Hinzu kamen weitere Fördermittel für die Wärmedämmung.

 



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Prälat Michael H. F. Brock segnet das renovierte Haus St. Barbara

Prälat Michael H. F. Brock segnet das renovierte Haus St. Barbara auf dem Gelände der St. Gallus-Hilfe in Hegenberg (Stiftung Liebenau). Das barrierefreie Haus wurde an die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit mehrfach kognitiven Defiziten und schwersten körperlichen Einschränkungen angepasst.

Die neusanierten Räume  sind hell und bieten eine behagliche Atmosphäre.

Die neusanierten Räume im Haus St. Barbara in Hegenberg sind hell und bieten eine behagliche Atmosphäre.

Die Außenanlagen heißen die Bewohner und Gäste freundlich willkommen.

Die Außenanlagen heißen die Bewohner und Gäste freundlich willkommen.