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05.10.2012

Kunstausstellung im Mehrgenerationenhaus: 25 Jahre Ambulant Betreutes Wohnen

RAVENSBURG – Das Ambulant Betreute Wohnen (ABW) der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) feiert sein 25-jähriges Bestehen. Kunstbegeisterte aus dem Kreis Ravensburg und Tettnang, die größtenteils im Rahmen des ABW begleitet und unterstützt werden, widmeten dem Jubiläum ein außergewöhnliches Kunstprojekt. Ihre farbenfrohen Werke sind bis 16. November im Café Miteinander und im Treff 43, Mehrgenerationenhaus Gänsbühl in Ravensburg, zu sehen. Die 19 Künstler zwischen 20 und 76 Jahren eröffneten ihre Ausstellung „herzerfrischend“ mit einer Vernissage.


Bilder sprühen vor Lebensfreude


„Die Fischerin vom Bodensee“ oder „Landschaft mit Lavendelfeld“ im Café Miteinander, „Tulpen in Pink“, „Piran in Istrien“ oder „Lebensfreude“ im Treff 43 – es scheint, als ob die Künstler dem Betrachter ins Herz schauten, seine Träume und Sehnsüchte mit starken Farben auf das Papier bannten. „Natürlich und dabei anregend wirkend, erfreulich ungekünstelt und belebend“, erklärt Margret Hagel-Brauchle das Adjektiv „herzerfrischend“. Gemeinsam mit Brigitte Kimpfler hat sie das Projekt geleitet. Die beiden Mitarbeiterinnen der St. Gallus-Hilfe haben die Künstler in ihrer Suche nach dem eigenen Ausdruck unterstützt und gefördert. „Zuerst traute ich mich nicht“, sagt die Künstlerin Irmgard Weiland. Dabei sprüht ihr Bild „Der Lebensbaum“ vor Kraft. Das gemeinsame Werk mit Daniela Fecht „Der Herzenswunschbaum“ entführt in einen Märchenwald, der vermeintlich Wünsche erfüllen kann.

Die Harmonie der Farben

„Nicht das Gegenständliche steht im Vordergrund“, so Brigitte Kimpfler, „sondern die Harmonie der Farben.“ Die Künstler gewähren anmutige Einblicke in ihre eigenen Lebenswelten. Die junge Tanja Schmidt lässt die Sonne über den Bodensee erahnen, die Stille, die Weite. „Ja“, nickt sie, „dort fühle ich mich wohl.“ Maria Pfeffer hat ihre Katze gemalt. Ein Bild inniger Zuneigung, die aus vielen Motiven spricht. Darüber hinaus ist es den Künstlern gelungen, Akzente zu setzen: filigran gestickte Herzen auf Leinen, Birkenherzen, Kunstkarten. Andreas Fink am Klavier spielt Werke der Barockmusik begleitet von seinem Betreuer Frank Horn vom ABW.

St. Gallus-Hilfe wagte neue Wohnformen

„Ambulant Betreutes Wohnen bedeutet, dass Menschen mit Einschränkungen in einer selbstangemieteten Wohnung selbstständig leben können“, informiert Jilmara Allgaier, verantwortlich für das Ambulant Betreute Wohnen der St. Gallus-Hilfe. Vor 25 Jahren wurde der Dienst ins Leben gerufen. Vier Frauen und vier Männer aus Rosenharz (St. Gallus-Hilfe) wagten damals den Schritt in die ambulante Wohnform. Heute werden 175 Menschen, in verschiedenen Landkreisen und Gemeinden, begleitet. Allgaier: „Unsere Aufgabe besteht darin, sie dabei zu unterstützen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.“

Integratives Kunstprojekt

Für die Projektteilnehmer spielt die Kunst eine wichtige Rolle. Vielfach wurde der Wunsch geäußert, das Angebot in der Region Ravensburg weiterzuführen. Dazu ist ein integratives Konzept angedacht. Doch für solche Projekte werden Malutensilien wie Pinsel und Farben ebenso benötigt, wie geeignete Räume.

Für die Finanzierung sind die Verantwortlichen daher auf Spenden angewiesen. Deshalb sind Menschen gesucht, die Interesse haben, dieses integrative Kunstprojekt für Menschen mit und ohne Behinderung unterstützen möchten.

Kontaktadresse:
Helfen und Spenden, Stiftung Liebenau, Tel.: 07452 10-1131
E-Mail: helfenundspenden@stiftung-liebenau.de

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist bis 16. November 2012 zu sehen.
Montag bis Freitag 9 Uhr - 18 Uhr im Café Miteinander und Treff 43
Samstag 7.15 Uhr - 16 Uhr nur im Café Miteinander

 


 



Kontakt:

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25 Jahre Ambulant Betreutes Wohnen in der St. Gallus-Hilfe: Kunstbegeisterte präsentieren ihre Werke im Café Miteinander und im Treff 43, im Mehrgenerationenhaus beim Gänsbühl in Ravensburg.