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26.11.2012

Zentrale Wohnlage bietet Chancen für Inklusion

FRIEDRICHSHAFEN - Seit 2002 gibt es die Wohngemeinschaft Werderstraße der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) zentral in Friedrichshafen. Hier leben neun Menschen mit Behinderung. Ute Brandau, eine Bewohnerin der ersten Stunde, erzählt aus ihrem Alltag.


Selbständig leben in einer Wohngemeinschaft

Ute Brandau lebt in der Wohngemeinschaft in der Werderstraße in Friedrichshafen - zusammen mit acht anderen Menschen mit Behinderung. Die 52-Jährige war vor zehn Jahren eine der ersten Bewohnerinnen, die gemeinsam mit einigen Mitbewohnern vom Hegenberg der Stiftung Liebenau in das zentral gelegene Haus in Friedrichshafen einzog. In dem zweigeschossigen Haus bewohnt sie ein Zimmer im ersten Stock.

Zentrale Lage fördert Inklusion

Der Grund für den Umzug in die Stadt: die zentrale Wohnlage in der Stadt begünstigt Integration und Inklusion. So ist die Teilhabe an kulturellen und öffentlichen Veranstaltungen der Stadt Friedrichshafen eher gegeben. Aber auch andere Dinge zählen. Ute Brandau kümmert sich mit um den Lebensmitteleinkauf für die Wohngemeinschaft. "Ich bin fast immer beim Einkaufen mit einem Trolli dabei. Wenn mir der zu schwer wird, gebe ich ihn an Birgit, eine Mitbewohnerin, ab. Sie zieht ihn dann nach Hause", erzählt sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Ohne die zentrale Wohnlage und die damit verbundene Nähe zu einem Supermarkt, wäre dies nicht möglich, da sie seit einer Hüftoperation lange Fußwege anstrengen.

Dazugehören - bei Arbeit und Freizeit

Auch auf ihren Arbeitsplatz ist Ute Brandau sehr stolz. !Ich arbeite in Rohrbach." Rohrbach ist eine Außenarbeitsgruppe der Pfingstweid. "Zurzeit tüte ich Muttern ein. Die werden dann an die ZF geschickt."

In ihrer Freizeit unternimmt Ute Brandau einmal wöchentlich mit einer Gruppe der Lebenshilfe verschiedenste Aktionen. "Mal spielen wir Spiele oder machen Gymnastik. Oder wir gehen zum Wandern." Sie strahlt förmlich, als sie davon erzählt. Außerdem nimmt sie oft an Angeboten des Heimes Pfingstweid teil, das verschiedenste Freizeitaktionen anbietet. Auch die Bewohner der Werderstraße unternehmen viel gemeinsam: sie besuchen Konzerte im Graf-Zeppelin-Haus, feiern beim Seehasenfest und machen gemeinsame Urlaube.

Auf die Frage, was sie sich für die Zukunft wünsche, kommt Ute Brandau ins Grübeln. "Ich war dieses Jahr in Italien im Urlaub, am Meer. Das nächste Jahr würde ich wieder gerne ans Meer gehen."

 

 


 

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Die zentrale Wohnlage bietet Ute Brandau (links)  kurze Wege in die Stadt.

Die zentrale Wohnlage bietet Ute Brandau (links) und den anderen Bewohnern der Werderstraße kurze Wege in die Stadt, wie etwa zum Franziskusplatz in Friedrichshafen mit seinen Geschäften.