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03.12.2012

Die Modernisierung von Rosenharz geht voran

ROSENHARZ – Im Frühjahr 2013 wird das neue Wohnpflegeheim bezugsfertig sein. Im Sommer 2014 soll auf dem Gelände der St. Gallus-Hilfe Rosenharz (Stiftung Liebenau) der Neubau eines Förder- und Betreuungsbereiches beginnen. Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige, Betreuer und Bürger der Nachbargemeinde informierten sich bei einer Veranstaltung der St. Gallus-Hilfe in Rosenharz über Veränderungen am Standort und im Landkreis Ravensburg.


In St. Magnus daheim

Pläne der Ortsentwicklung und Dezentralisierung pinnen an den Wänden der Mehrzweckhalle Rosenharz. "Da wohne ich", sagt eine junge Frau und zeigt auf einen Neubau mit vier Etagen. Es ist das Haus St. Magnus im Norden von Rosenharz. Das Wohnhaus zählt zu den ersten Baumaßnahmen im Zuge der Ortsentwicklung Rosenharz und beherbergt übergangsweise 28 Bewohner aus dem Heim St. Vinzenz, das seit August 2012 in zwei Bauabschnitten saniert wird. Die Wohngemeinschaften werden kleiner angelegt. Alle Bewohner bekommen ein Einzelzimmer und zwei Bewohner teilen sich jeweils eine Nasszelle. Unter dem Dach entstehen Einzelappartements, "für Bewohner, die im lebenspraktischen Bereich relativ selbstständig sind und die dennoch eine intensive Begleitung brauchen", erklärt Christine Beck. Die Bereichsleiterin der St. Gallus-Hilfe ist zuständig für das Wohnen im Landkreis Ravensburg.

Das Wohnpflegeheim hat einen Namen

Im März 2013 wird der in Rosenharz wohl am meisten beachtete Bauabschnitt abgeschlossen sein, das neue Wohnpflegeheim "St. Johanna". Viele Bewohner haben den Baukran kommen und wieder abfahren sehen. Handwerker sind ein- und ausgegangen. "Wer darf dort wohnen?", fragt ein Heimbewohner. "Das Heim ist für 46 Menschen mit hohem pflegerischen Hilfebedarf konzipiert", erklärt Christine Beck. Vier Wohngruppen auf zwei Etagen mit Einzelzimmern, Pflegebädern und Funktionsräumen erlauben eine individuelle Wohn- und Lebensraumgestaltung. In das Haus mit Arztpraxis, Büro- und Mitarbeiterräumen werden vor allem Bewohner aus dem Heimbereich St. Gertrudis einziehen. "Bei der Verteilung der Plätze steht der pflegerische Unterstützungsbedarf im Vordergrund", so Christine Beck.

Förder- und Betreuungsbereich

Ergänzend zum Wohnen wird der Förder- und Betreuungsbereich für Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen neu gestaltet beziehungsweise neu gebaut. Auf dem Gelände, wo derzeit noch die Verwaltung und die Heime Ulrika Nisch und St. Walburga stehen, ist ein "ebenerdiger und hochmoderner" Förder- und Betreuungsbereich mit 48 Plätzen, mit Seniorenbetreuung und Tagesstruktur geplant. "Es wird einmal das erste Haus am Platz sein", erklärt Stefan Fricker, Leiter des Bereichs Arbeit und Bildung. Das Empfangsbüro und die Verwaltungsräume werden in den Neubau integriert.

Gemeindeintegriertes Wohnen

Um die Dezentralisierungsvorgaben für Rosenharz zu erfüllen, sucht die St. Gallus-Hilfe nach Wohnraum im Landkreis Ravensburg. Im Januar wird in Bad Waldsee mit dem Bau eines Hauses mit 24 Plätzen begonnen. "Dort werden einzelne Bewohner aus dem Haus St. Martha in Bad Waldsee einziehen, vor allem jedoch Menschen aus Rosenharz", erklärt Christine Beck. Darüber hinaus berichtet Stefan Fricker von der Kooperation mit der IWO (Integrationswerkstatt Oberschwaben). Unter dem Dach der beiden Träger soll ein Förder- und Betreuungsbereich in Bad Waldsee entstehen.

Ausblick 2020

"Was geschieht mit der Kirche? Muss die Caféteria weg?" fragen interessierte Bewohner. Christine Beck berichtet, dass beide Gebäude saniert werden müssen. Die Bereichsleiterin bestätigt, dass jeder Umzug intensiv vorbereitet und begleitet wird: "Wir versuchen, alle Menschen, die betroffen sind, so gut es geht an den Prozessen zu beteiligen. Alle haben Wahlmöglichkeiten." Die St. Gallus-Hilfe geht davon aus, dass die Ortsentwicklung bis 2020 abgeschlossen ist. Ziel ist eine moderne Wirkungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung.

 

 


 

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Christine Beck und Stefan Fricker informierten Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige, Betreuer und Bürger der Nachbargemeinde über die Ortsentwicklung und Dezentralisierung am Standort der St. Gallus-Hilfe Rosenharz.

Christine Beck (rechts im Bild) Bereichsleitung Wohnen der St. Gallus-Hilfe und Stefan Fricker, Leiter des Bereichs Arbeit und Bildung, informierten Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige, Betreuer und Bürger der Nachbargemeinde über die Ortsentwicklung und Dezentralisierung am Standort der St. Gallus-Hilfe Rosenharz.