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06.12.2012

Zehn gute Jahre in Tettnang: Lothar Lingenau und Klaus Neubert blicken zurück

TETTNANG - Aktiv sind sie und genießen das Wohnen im Stadtzentrum von Tettnang. Jede Menge neuer Kontakte, Bekanntschaften und auch Freundschaften haben die beiden Männer geschlossen. 2002 zogen sie aus ihren betreuten Wohngruppen in Liebenau zusammen mit neun anderen Frauen und Männern mit geistiger Behinderung in das damals neu eröffnete, gemeindeintegrierte Wohnprojekt der St. Gallus-Hilfe in der Schulstraße.


Neues Selbstvertrauen

Neue Fähigkeiten mussten erlernt, alte wieder reaktiviert werden, wie z.B. beim Kochen zu helfen, beim täglichen Einkauf, beim Wäschewaschen oder das Geldabheben mit der Bankkarte am Automat. Gelungen ist es ihnen, viele "normale" alltags-praktische Fähigkeiten unter Anleitung erfahrener Fachkräfte zu erwerben, oft durch geduldiges Üben und Trainieren. Auch ein neues Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen haben die beiden Senioren dadurch entwickelt. Und sie haben, wie auch ihre Mitbewohner, die Erfahrung gemacht, in der Stadt Tettnang als Mensch mit Handicap gut aufgehoben und als Mensch angenommen zu sein.

Normalität des Miteinanders

Es waren und sind die täglichen Begegnungen mit den Mitmenschen und Nachbarn, als Kunde beim Bäcker und beim Metzger, im Supermarkt und als Patient beim Hausarzt, die sich im Laufe der Zeit zu einer Normalität des Miteinanders entwickelt haben. Lothar Lingenau und Klaus Neuber fühlen sich heute als Bürger "wie Du und ich".

Um etwas zurückzugeben, engagieren sich beide im Gemeinwesen: Lothar Lingenau hilft im Blumenladen an der Ecke, führt zweimal pro Woche den Hund "Bobby" aus und ist gemeinsam mit seiner Partnerin jeden zweiten Mittwoch im Monat beim Tettnanger Tierschutz-Treff mit dabei. Dort erfährt er ebenfalls viel Anerkennung und Akzeptanz und kann seine Fähigkeiten für den Tierschutz einbringen. Klaus Neuber engagiert sich seit vielen Jahren als Messdiener, eine Tätigkeit, die ihm schon in seiner Liebenauer Zeit Freude und innere Erfüllung bereitet hat. Regelmäßig versieht er den Ministrantendienst am Mittwochabend bei der Eucharistiefeier in der Krankenhauskapelle.

Eine neue Heimat

Beide sind sich beim Blättern in ihren Foto- und Familienalben einig: sie haben, der eine mit sudetendeutschen, der andere mit ostpreußischen Wurzeln, am Bodensee eine neue Heimat gefunden. Zuerst für viele Jahre in Liebenau, nun seit zehn Jahren in Tettnang. Darüber sind sie beide froh und glücklich.

 


 

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Lothar Lingenau und Klaus Neubert haben eine neue Heimat in Tettnang am Bodensee gefunden.

Lothar Lingenau und Klaus Neubert haben eine neue Heimat in Tettnang am Bodensee gefunden.