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11.04.2013

Lebenshilfe Vorarlberg zu Gast bei der St. Gallus-Hilfe

MECKENBEUREN/GÖTZIS – Delegierte, die von der Lebenshilfe Vorarlberg in Götzis betreut werden, waren zu Gast bei der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau). Gemeinsam legten sie den Weg von Meckenbeuren nach Ravensburg zu Fuß zurück und besuchten im Museum Humpis-Quartier die Themenführung "Die Schwabenkinder und Ravensburg im 19. Jahrhundert".


Gemeinsam Grenzen überschreiten

Zwei Frauen und acht Männer aus dem gemeindeintegrierten Wohnen der St. Gallus-Hilfe in Meckenbeuren trainieren für eine zehntägige Wanderung nach Italien. Gemeinsam mit Heilerziehungspflegerin Manuela Probst und Josef Wolf, der die Wohngemeinschaften in Meckenbeuren leitet, wollen sie im Juni den alten Handelsweg nach Mailand gehen. "Das Projekt soll betreuten Menschen Mut machen, neue Kontakte zu wagen und eigene Grenzen zu überschreiten", erklärt Josef Wolf. Die Gruppe sucht noch Wegbegleiter. Bürgermeister Andreas Schmid will die erste Etappe der Wanderung nach Mailand mitgehen.

Ein gemeinsames Ziel

Delegierte der Lebenshilfe Vorarlberg in Götzis besuchten die Wohngemeinschaften in Meckenbeuren und waren von dem Projekt "Wir überschreiten Grenzen" begeistert. Erste Kontakte hatten die Wohngemeinschaften bereits 2009 beim Kongress "ich.du.wir." für und mit Menschen mit Behinderung in Bregenz geknüpft. "Wir können voneinander profitieren", sagt Manuela Probst. Der Inklusionsgedanke steht im Vordergrund. "Es ist uns ein Anliegen, Grenzen zu überschreiten." An einem kalten Aprilmorgen trafen die Delegierten in Meckenbeuren ein.

Das Interesse an der Wanderung über die Alpen war groß. "Das Thema, eigene Grenzen zu überschreiten, ist uns so vertraut. Für viele Betreute ist es schwierig, ihren Alltag zu bewältigen. Da müssen täglich Grenzen überschritten werden", erklärt Claudia Hilbe, die zuständige Betreuerin von der Lebenshilfe Vorarlberg. Aus historischem Anlass haben sich die Delegierten beider Wohngruppen mit den Schwabenkindern im 19. Jahrhundert beschäftigt. "Es ist gut, zu erfahren, wie es in alten Zeiten gewesen ist, und wie hart die Menschen haben arbeiten müssen", bestätigt Claudia Hilbe. "Es besteht eine große Verbindung zu den jungen Menschen, die sich aufgemacht haben, einen schwierigen und ungewissen Weg zu gehen", erklärt Josef Wolf.

"Schnurstracks" nach Mailand

Vom 15. Juni bis 25. Juni will die Wandergruppe der St. Gallus-Hilfe über die Alpen nach Italien gehen. "Es ist der alte Handelsweg der Humpis. Die Familie zählte im 15. Jahrhundert zu den größten Handelsgesellschaften der Welt", informiert Josef Wolf. "Obwohl die Händler in Ravensburg mit Fuhrwerken losgezogen sind, wurden weite Wegstrecken zu Fuß zurückgelegt." Entlang der ehemaligen Stützpunkte will die Wandergruppe über die Alpen nach Mailand gehen. Der Handelsweg der Humpis wurde als "Stracktour" bezeichnet, woraus sich das Wort "schnurstracks" bildete. "Diesen kürzesten und schnellsten Weg wollen wir auch gehen", sagt Wolf.

Info:

Mehr über das Projekt der St. Gallus-Hilfe "Wir überschreiten Grenzen" erfahren Interessierte bei der Wohngemeinschaft Meckenbeuren unter Telefon 07542 405913. Aktuelles über die Wandergruppe findet sich unter www.italienwanderung.de.

Die Wanderer freuen sich über jede Unterstützung!

Ein Spendenkonto ist eingerichtet bei der
Sparkasse Bodensee unter "Wanderprojekt Meckenbeuren"
BLZ 690 500 01, Kontonummer 20 994 471.

 

 


 

Kontakt:
Liebenau Teamwork Kommunikation GmbH
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Siggenweilerstr. 11
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