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17.06.2013

In zehn Tagen über die Alpen - Menschen mit Behinderung überschreiten Grenzen

MECKENBEUREN – Auf den Weg über die Alpen machten sich am 15. Juni Bewohnerinnen und Bewohner der St. Gallus-Hilfe in Meckenbeuren. Zehn Tage wollen sie unterwegs sein bis ins italienische Chiavenna. Zum Start in die erste Etappe hatten sich zahlreiche Gäste versammelt.


Aufbruchsstimmung

Matthias Burger schnürt seine Wanderschuhe. "Hast du deinen Ausweis?", fragt seine Betreuerin Manuela Probst. "Natürlich." Schon seit drei Tagen ist die Wandergruppe, zwei Frauen und sechs Männer, mit leichter und mittlerer geistiger Behinderung, in Aufbruchsstimmung. Die Reisetaschen sind gepackt und kommen in den Anhänger des Begleitfahrzeugs. Wasserflasche und Proviant müssen in den Rucksack.

"Guten Morgen schöner Mann!", begrüßen die Wanderer Meckenbeurens Bürgermeister Andreas Schmid. Die Gemeinde Meckenbeuren beteiligte sich schon sehr früh an dem Projekt. Andreas Schmid zollt den Wanderern Respekt für ihren Leistungswillen und den Mut, die eigenen Grenzen und die zwischen den Ländern zu überschreiten. Der Bürgermeister wird die Gruppe auf ihrer ersten Etappe von Meckenbeuren nach Friedrichshafen begleiten, zusammen mit Dr. Markus Nachbaur, Vorstand der Stiftung Liebenau, Pfarrer Dieter Worrings, Vorstand des Fördervereins der St. Gallus-Hilfe, Sponsoren, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen.

Projekt mit Strahlkraft

Heilerziehungspflegerin Manuela Probst und Josef Wolf, der die Wohngemeinschaften in Meckenbeuren leitet, haben die Gruppe zwei Jahre lang auf das Projekt vorbereitet. Deutschland, Schweiz, Lichtenstein, Österreich und Italien - durch fünf Länder führt die Wanderung. Entlang der ehemaligen Stützpunkte der Humpis-Handelsgesellschaft wollen sie nach Chiavenna wandern. Betreute der Lebenshilfe Vorarlberg begleiten die Gruppe von Bregenz nach Diepoldsau und wollen in der Schweiz ein Fest für sie ausrichten.

"Ich bin überzeugt, das Projekt hat Strahlkraft", sagt Dr. Nachbaur. Ihm ist wichtig, dass die Menschen auf dem Weg zusammen finden. "Ich wünsche viele gute Erfahrungen." Der Förderverein der St. Gallus-Hilfe unterstützt das Projekt, "weil Menschen Kontakte wagen und sich gemeinsam auf den Weg begeben", wie Pfarrer Worrings erläutert. Matthias Burger dankt den Sponsoren für ihre Unterstützung und sagt selbstbewusst: "Wir tun etwas, das anderen Mut geben kann." Um 8.30 Uhr laufen sie los, schnurstracks, entlang der Schussen durch den Seewald direkt an den Hafen.

 


 

Kontakt:
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Aufbruch nach Italien.

Aufbruch nach Italien: Die Wanderer mit Roland Teufel, Vertriebsleiter von Gisoton und einer der Spender, Josef Wolf, Leiter der Wohngemeinschaften in Meckenbeuren, Heimleiter Peter Thurn, Heilerziehungspflegerin Manuela Probst, Bürgermeister Andreas Schmid, Dr. Markus Nachbaur, Vorstand der Stiftung Liebenau und Pfarrer Dieter Worrings, Vorstand des Fördervereins der St. Gallus-Hilfe (3.v.r.).