Sie sind hier:
09.08.2013

WfbM-Beschäftigte nehmen an Bildungsprogramm teil

ROSENHARZ – WfbM-Beschäftigte der St. Gallus-Hilfe Rosenharz (Stiftung Liebenau) lernen für das Leben. Eigens dafür hat das Team der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) ein Bildungsprogramm als arbeitsbegleitende Maßnahme entwickelt. In diversen Arbeitsgruppen werden neben der Beschäftigung in der Werkstatt weitere Bereiche angeboten, wie Rechnen und Schreiben am PC, tiergestütztes Arbeiten oder Hauswirtschaft.


Eigene Erfahrungen bringen Selbstständigkeit im Alltag

Der süße Duft nach frischen Muffins zieht durch die Flure, lockt in den Pausenraum. Dort in der Küche lernen WfbM-Beschäftigte kochen, backen und bügeln. Immer gibt es kleine "Geschenke" für die Kollegen: einen Nachtisch, eine leichte Sommersuppe oder einen kleinen Salatteller. Großzügig verteilen sie dann ihre Muffins: "Die haben wir selbst gebacken", und darauf sind sie stolz. "Es ist der Prozess, der sich im Miteinander entwickelt", sagt Sozialpädagogin und Hauswirtschafterin Monika Stürmer-Scholze. Beeren im Kuchen, Kräuter im Salat oder in der Suppe, Blumen auf dem Tisch, die Beschäftigen genießen die kleinen Details. Bei den Anweisungen hören sie genau zu."„Saubere Hände sind wichtig und dass wir uns nicht in die Finger schneiden"“ Alles andere darf geübt werden. Die Fachkraft erklärt, motiviert, unterstützt, fragt nach und lobt. Ihr ist es wichtig, die Teilnehmer in ihrem Tun zu bestärken.

Verantwortung übernehmen

Alle tragen die gleichen Schürzen. Sie sind ein Team, immer begeisterungsfähig, immer neugierig für alles, was sie auf den Tisch zaubern. Monika Stürmer-Scholze ist die gesunde Küche wichtig: "Was brauchen wir dafür?" Wie in einem großen Puzzle stellen die Teilnehmer ihr Wunschmenü zusammen: Einen Sommersalat mit Gurke, Radieschen, Ei und Oliven. Bald sind die Kürbisse reif, und in der Küche üben sie schon: Zwiebeln dünsten, Sellerie, Karotten und Kräuter sind wichtig. Während die Suppe köchelt, dekorieren die Teilnehmer den Kuchen für die Kollegen, schichten Quark und süße Beeren in schöne Gläser. In der Küche gelten klare Regeln. Die Teilnehmer richten ihren Arbeitsplatz überschaubar ein. Vor jedem nächsten Arbeitsgang wird aufgeräumt und das Geschirr abgespült.

Professionelle Unterstützung

Elisabeth Geiger faltet die Servietten, eine WfbM-Beschäftige sucht die Teller aus, andere kochen Tee und servieren. Die eigene Mahlzeit überzeugt. Monika Stürmer-Scholze macht Mut, zu experimentieren:"„Was schmeckt mir? Was tut mir gut? Was möchte ich servieren?" Für das Team der Werkstatt in Rosenharz ist das Thema Hauswirtschaft als arbeitsbegleitende Maßnahme ein wertvoller Beitrag für mehr Lebensqualität im Alltag der Beschäftigten. Mit professioneller Unterstützung werden die Teilnehmer ermutigt, Erfahrungen zu sammeln, etwas auszuprobieren und sich etwas zuzutrauen auf ihrem Weg zur größtmöglichen Selbstständigkeit.

Dieser Kurs gehört zum Projekt, das über die Rest-Cent-Initiative der Hypovereinsbank unterstützt wird.

 


 

Kontakt:
Liebenau Teamwork Kommunikation GmbH
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117
info@teamwork-kommunikation.de
www.teamwork-kommunikation.de

In der "Hauswirtschaft" haben Frauen unter professioneller Anleitung von Sozialpädagogin und Hauswirtschafterin Monika Stürmer-Scholze die Gelegenheit, kalte Speisen für heiße Sommertage vorzubereiten.

Das Team der Werkstatt der St. Gallus-Hilfe Rosenharz hat eigens ein Bildungsprogramm für Menschen mit Behinderung entwickelt: In der "Hauswirtschaft" haben Frauen unter professioneller Anleitung von Sozialpädagogin und Hauswirtschafterin Monika Stürmer-Scholze die Gelegenheit, kalte Speisen für heiße Sommertage vorzubereiten.