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15.08.2013

Ein klares Ziel vor Augen

RAVENSBURG - Alex K.* (Name geändert) hat seinen Platz in der Ravensburger Stadtgärtnerei gefunden. Der Weg dahin war nicht ohne Stolpersteine. Unterstützung erhielt er durch Kai Wilde, Sozialdienst der Stiftung Liebenau, seine Bezugsperson Klaus Weissenrieder von der St. Gallus Hilfe und nicht zuletzt durch seinen Chef Oliver Geye.


Wunscharbeitsplatz gefunden

Das Ziel von Alex K. ist eindeutig: Er möchte eine Stelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und ein möglichst unabhängiges Leben. Diesem Ziel ist er in den vergangenen Jahren schon ein ganzes Stück näher gekommen. Von der Brauhausvilla in Ravensburg – ein gemeindeintegriertes Wohnhaus der St. Gallus-Hilfe – zog er in eine eigene Wohnung, die er sich mit einem Kollegen teilt. Der junge Mann mit Handicap bezieht das Persönliche Budget, mit dem er sich Unterstützungsleistungen einkaufen kann. Über eine Qualifizierung im Rahmen der Werkstattgruppe im Garten- und Landschaftsbau der Stiftung Liebenau und mehrere Praktika hat er seinen Wunscharbeitsplatz in der Ravensburger Stadtgärtnerei gefunden. Dabei handelt es sich um einen so genannten Betriebsintegrierten Arbeitsplatz, das heißt Alex K. arbeitet in einem Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes, ist jedoch weiter bei der WfbM (Werkstatt für Menschen mit Behinderung) beschäftigt.

Vertrauensbasis hat sich entwickelt

"Am Anfang war es schwierig, und jetzt ist es richtig gut", fasst Alex K. die letzten drei Jahre bei der Stadtgärtnerei in einem Satz zusammen. "Auch mit den Kollegen klappt es jetzt besser", ergänzt der 28-Jährige, der nicht gern viele Worte macht. Genau das sei anfangs das Problem gewesen, erinnert sich Klaus Weissenrieder, zu dem Alex K. auch nach seinem Auszug aus der Brauhausvilla noch ein enges Verhältnis hat. "Erst war eine Barriere da und er hat sich von den Kollegen nicht akzeptiert gefühlt." Mit der Zeit habe sich jedoch eine Vertrauensbasis entwickelt. "Insgesamt hat Alex sehr viel Energie aufgebracht, um dahin zu kommen, wo er heute ist", so Klaus Weissenrieder.

Rückschläge waren zu verkraften

Vorausgegangen sind der Arbeitsstelle in der Stadtgärtnerei diverse Praktika in verschiedenen Bereichen. "Es war schnell klar, dass die Gastronomie nicht der richtige Arbeitsbereich ist. In einer Baumschule sah es anfangs ganz gut aus, aber letztendlich war Alex den Anforderungen nicht gewachsen und hat das Arbeitsverhältnis selbst beendet", berichtet Kai Wilde vom Sozialdienst der Stiftung Liebenau. Er begleitete Alex K. über Jahre auf seinem Weg ins Berufsleben und unterstützte ihn, wenn es Rückschläge zu verkraften galt. So habe er nach den Monaten in der Baumschule erst wieder in der Landschaftsgärtnerei der Stiftung Liebenau gearbeitet, um wieder Tritt zu fassen. Nun wird Alex K. von Jobcoach Danja Gründler von den Liebenauer Arbeitswelten begleitet. Sie stärkt ihm bei Bedarf den Rücken und ist auch für die Ravensburger Stadtgärtnerei bei Problemen Ansprechpartnerin.

Positive Entwicklung

"Inzwischen hat Alex einiges an Selbstvertrauen aufgebaut", so der Eindruck von Klaus Weissenrieder. Auch Oliver Geye von der Stadtgärtnerei sieht die Entwicklung seines Mitarbeiters positiv. "Die menschliche Komponente und der kollegiale Umgang sind für Alex äußerst wichtig", schildert Geye. Es gäbe zwar nach wie vor schwierige Situationen, aber man wisse mit ihnen umzugehen. "Auf jeden Fall bin ich froh, dass Alex in unserem Team ist, und ich weiß, was er leistet."

 


 

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Alex K. (rechts) arbeitet seit drei Jahren in der Ravensburger Stadtgärtnerei. Er ist stolz auf seinen Betriebsintegrierten Arbeitsplatz. Sein Chef, Oliver Geye, spricht sehr positiv über die Entwicklung von Alex K. und er weiß, was er leistet.

Alex K. (rechts) arbeitet seit drei Jahren in der Ravensburger Stadtgärtnerei. Er ist stolz auf seinen Betriebsintegrierten Arbeitsplatz. Sein Chef, Oliver Geye, spricht sehr positiv über die Entwicklung von Alex K. und er weiß, was er leistet.