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18.09.2013

Richtfest für neues Wohnhaus in Bad Waldsee

BAD WALDSEE – Mit dem Richtfest wurde eine wichtige Etappe beim Bau des neuen Wohnhauses der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) in Bad Waldsee gefeiert. Im Unterurbacher Weg 16, nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum, werden voraussichtlich im Juni nächsten Jahres 24 Menschen mit Behinderung ein neues Zuhause finden. "Es soll vor allem ein Haus für Menschen aus Bad Waldsee und Umgebung werden", sagte Christine Beck, Bereichsleiterin Wohnen der St. Gallus-Hilfe im Landkreis Ravensburg.


Positive Signale von Gemeinde und Nachbarn

Mit dem traditionellen Richtspruch vom Dach des neuen Hauses machte Zimmermeister Siegfried Stauss aus Scheer den Auftakt zum Fest mit Handwerkern und Planern, Bürgermeister Roland Weinschenk, Nachbarn, Bewohnern des benachbarten Hauses St. Martha und Mitarbeitern der St. Gallus-Hilfe. Begrüßt wurden sie von Marco Nauerz, Leiter der Bauabteilung der Stiftung Liebenau. Sein besonderer Dank für gelungene Zusammenarbeit galt den Mitarbeitern des Architekturbüros Martin Zyschka aus Mengen und der F. Kirchhoff Systembau GmbH, mit der die Stiftung Liebenau seit 2002 bereits das 16. Projekt verwirkliche. Allein schon durch den Erwerb des Grundstückes im Unterurbacher Weg 16 habe die Stadt Bad Waldsee Ja zur St. Gallus-Hilfe und damit zu Menschen mit Behinderung gesagt, sagte Marco Nauerz. Sein Dank galt auch den Nachbarn für ihre Toleranz – nicht nur in Sachen Baulärm, sondern auch in Bezug auf ihre künftigen Nachbarn.

Wohnen mitten in der Gemeinde

Voraussichtlich im Juni 2014 ziehen 24 Menschen mit Behinderung in das neue Wohnhaus ein. "Ein Teil von ihnen kommt aus den Stammeinrichtungen der St. Gallus-Hilfe", berichtete Christine Beck. Sie bezieht sich auf die Zielvereinbarung mit dem Landkreis Ravensburg, nach der im Zuge des Inklusionsgedankens rund 100 Menschen ihren Platz in den Städten und Gemeinden finden sollen. Leben heute noch 260 Menschen in Rosenharz sollen es im Jahr 2020 nur noch 140 Menschen sein. "Wir sind sehr dankbar über die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Waldsee", so Christine Beck.

Ein Haus für Menschen aus Bad Waldsee

Einige Menschen werden auch vom benachbarten Haus St. Martha in das neue Wohnhaus umziehen. "Es ist aber in erster Linie für Menschen mit höherem Hilfebedarf geplant", baute die Wohnbereichsleiterin möglichen Enttäuschungen vor. Ziel sei, dass in erster Linie Menschen, die ursprünglich aus Bad Waldsee und Umgebung stammen, von Rosenharz zurück in ihre alte Heimat ziehen. Außerdem entstehe hier Wohnraum für Menschen, die noch bei der Familie leben und ausziehen möchten. Christine Beck machte darauf aufmerksam, dass es in den vier Wohnungen mit offen gestaltetem Wohn- und Küchenbereich für je fünf Menschen noch freie Einzelzimmer gibt.

Durchgängig barrierefrei

Die vier Wohnungen werden ergänzt durch vier Einzimmerappartements. Es gibt einen Aufzug, und die Wohnungen sind durchgehend barrierefrei.  Sie haben einen hohen sanitären Standard, einen Zugang zum Garten beziehungsweise einen Balkon, und in jeder Wohngemeinschaft gibt es ein Pflegebad. Im Erdgeschoss befinden sich das Servicezentrum der Mitarbeiter und ein Raum für ein Tagesangebot für Senioren. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,26 Millionen Euro, zu denen die Aktion Mensch 250 000 Euro und der Kommunalverband Jugend und Soziales (KVJS) knapp 850 000 Euro beitragen.

Bau einer Förderstätte geplant

Tagsüber arbeiten die künftigen Hausbewohner in Werkstätten beziehungsweise im Förder- und Betreuungsbereich. Abends, nachts und an den Wochenenden – also immer, wenn die Menschen zu Hause sind – sind auch Fachkräfte der St. Gallus-Hilfe im Unterurbacher Weg. So entstehen hier neun bis zehn Vollzeitstellen. Der voraussichtliche Baubeginn für eine Bildungs-, Begegnungs- und Förderstätte als Kooperationsprojekt zwischen St. Gallus-Hilfe und Integrations-Werkstätten Oberschwaben (IWO) sei für Frühjahr 2014 geplant, teilte Christine Beck mit.

 

 


 

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Wichtige Etappe beim Bau des neuen Wohnhauses der St. Gallus-Hilfe in Bad Waldsee: Die Zimmerermeister Siegfried (links) und Christian Stauss aus Scheer sprachen den Richtspruch.

Wichtige Etappe beim Bau des neuen Wohnhauses der St. Gallus-Hilfe in Bad Waldsee: Die Zimmerermeister Siegfried (links) und Christian Stauss aus Scheer sprachen den Richtspruch.

Zahlreiche Gäste sind zum Richtfest des neuen Wohnhauses gekommen (von rechts): Unter ihnen auch Bad Waldsees Bürgermeister Roland Weinschenk, Christine Beck, Bereichsleiterin Wohnen der St. Gallus-Hilfe im Landkreis Ravensburg, und Marco Nauerz, Leiter der Bauabteilung der Stiftung Liebenau.

Zahlreiche Gäste sind zum Richtfest des neuen Wohnhauses gekommen (von rechts): Unter ihnen auch Bad Waldsees Bürgermeister Roland Weinschenk, Christine Beck, Bereichsleiterin Wohnen der St. Gallus-Hilfe im Landkreis Ravensburg, und Marco Nauerz, Leiter der Bauabteilung der Stiftung Liebenau.

Den traditionellen Richtschmaus für Handwerker, Planer und Nachbarn gab es im Haus St. Martha.

Den traditionellen Richtschmaus für Handwerker, Planer und Nachbarn gab es im Haus St. Martha.