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08.10.2013

Seniorentreff Tettnang feiert Geburtstag

TETTNANG – Inmitten der Stadt Tettnang wagen Senioren den Weg der Inklusion. Aktive Senioren mit und ohne Behinderung kommen regelmäßig zum „Seniorentreff für alle“ – initiiert von der St. Gallus-Hilfe/Stiftung Liebenau – ins Kaplaneihaus St. Johann. Mit einem Gottesdienst feierten sie ihr einjähriges Beisammensein.

Nein, es ist nicht allein das Alter, das sie verbindet, diese fröhliche Gruppe aufgeschlossener Senioren. „Es ist immer wieder schön.“ „Es tut mir gut.“ Sie alle haben einen Ort gefunden, wo sie sein können wie sie sind. Unter dem Motto „Lasset uns gemeinsam“ zelebriert Pfarrer Dieter Worrings den Gottesdienst mit Pfarrer i. R. Erhard Winter. Pfarrer Worrings ermutigt, miteinander die Freude der Begegnungen zu genießen, im Alltag inne zu halten, Zeit zu schenken und füreinander da zu sein. Die Sänger des Liebenauer Chors gestalten den Gottesdienst, zaubern mit ihrer Freude am Singen und Musizieren ein Lächeln in die Gesichter der Besucher.

Jeder ist willkommen

Seit einem Jahr lädt der Seniorentreff in das Kaplaneihaus St. Johann der St. Anna-Hilfe ein. Immer montags ab 9.30 Uhr und donnerstags ab 12.30 Uhr organisiert die Betreuungskraft Mathilde Schweiger-Stadler abwechslungsreiche Stunden. Jeder darf da sein. Jeder ist willkommen. Wer kann was? Alfred Frick widmet sich eher den Holzarbeiten. Bei gutem Wetter gehen sie in den Garten und kümmern sich um die Laube, schleifen und streichen das Holz. Gerda Rogg geht gerne spazieren, „aber stricken ist auch schön.“ Anneliese Weiersbach strickt auch für die Rumänienhilfe, kocht gern und spielt Flöte. In der gemeinsamen Zeit experimentieren sie, gestalten Schwemmholzkunstwerke. „Es sind die zwischenmenschlichen Begegnungen, die den Seniorentreff so besonders machen“, sagt Schweiger-Stadler.

Offene Atmosphäre für Inklusion

Der Seniorenrat, die Stadt Tettnang, die St. Gallus-Hilfe und die St. Anna-Hilfe (beide Stiftung Liebenau) standen der Grundidee der Inklusion von Beginn an offen gegenüber. Bernhard Eckstein von der St. Gallus-Hilfe hat den Seniorentreff ins Leben gerufen. Aktion Mensch finanziert die Betreuungskraft. Bettina Rapp vom Bürgerservice der Stadt Tettnang würdigt die Initiative: „Wenn in einer Gruppe Menschen mit Behinderung mitwirken, ist es eine Bereicherung für alle. Hier wird Inklusion gelebt.“ Und was sagen die Nachbarn? Norbert Schuster, Einrichtungsleiter Haus St. Johann (St. Anna-Hilfe) in Tettnang: „Ich freue mich, dass die St. Gallus-Hilfe heute dort angekommen ist, wo Adolf Aich sein Lebenswerk begonnen hat.“

Seniorentreff für alle

Ansprechpartnerin: Mathilde Schweiger-Stadler
Ort: Kaplaneihaus, St. Johann 2, Tettnang
Telefon: 0173 2090425


Kommentare zum Seniorentreff

Anneliese Weiersbach: „Ich finde es ist wichtig, miteinander zu reden und etwas gemeinsam zu tun. Ich will noch mehr Leute ansprechen, ob sie Lust haben, zu unserem Seniorentreff zu kommen. Wir sind eine gute Gemeinschaft. Ich bin von Anfang an dabei.“

Alfred Frick: „Wir haben viel Platz, es ist hell hier und die Leute sind nett. Ich spiele Orgel und unterstütze die Rumänienhilfe. Heute habe ich mit Holz und Steinen ein Kreuz geklebt. Damit schmücke ich das Grab eines verstorbenen Freundes.“

Gerda Rogg: „Gemeinsam haben wir das Zeppelin Museum besucht und wir sind mit der Öchslebahn gefahren. Ich gehe gerne spazieren, aber stricken ist auch schön.“


Kontakt:

Liebenau Teamwork Kommunikation GmbH
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117
info@teamwork-kommunikation.de
www.teamwork-kommunikation.de

Erste Heilige Kommunion in der Kapelle in Hegenberg (von links):  Wolfgang Ilg, Pastoraler Dienst der St. Gallus-Hilfe, und Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, feierten den Gottesdienst mit Asley Wachter, Melanie Emser, Patrick Glaßer, Alina Wachter und Franz Kayser.

Der Seniorentreff für alle feierte sein einjähriges Bestehen. Unter der Leitung von Sabine Meier gestalteten die Sänger des Liebenauer Chors den Gottesdienst, zauberten ein Lächeln in die Gesichter der Besucher.

Jeden Donnerstag besucht die Skatrunde den Seniorentreff auf eine Tasse Kaffee. Im Hintergrund das Kaplaneihaus St. Johann. Rechts eine Gedenktafel: Sie erinnert an das Lebenswerk des Tettnanger Kaplans Adolf Aich (1824 – 1909).

Der Seniorentreff sammelte Schwemmholz und Steine. Unter Anleitung von Betreuungskraft Mathilde Schweiger-Stadler (links) entstehen im gemeinsamen Tun kreative Kunstwerke.

Wenn Alfred Frick an der Orgel den Ton angibt und Anneliese Weiersbach auf ihrer Flöte spielt, hören die einen zu, die anderen singen mit. Betreuungskraft Mathilde Schweiger-Stadler (rechts) spielt Cello oder unterstützt die Chorsänger.