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25.02.2014

Abschiedsfest in Rosenharz

BODNEGG-ROSENHARZ – Das Erscheinungsbild der St. Gallus-Hilfe Rosenharz (Stiftung Liebenau) verändert sich. Im Zuge der Modernisierung und Dezentralisierung werden drei Häuser im Eingangsbereich abgerissen. Die Bagger sind da und die Abrissarbeiten haben begonnen. Die Rosenharzer Bewohner und Mitarbeiter feierten zusammen mit Ehemaligen und Gästen ein Abschiedsfest.


Abschied von Wohnung und Nachbarn

Für diesen Meilenstein in der Geschichte der Ortsentwicklung Rosenharz sind 58 Menschen mit Behinderung in andere Bereiche und an andere Orte umgezogen. "Abschied nehmen tut weh", sagte Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, der zusammen mit dem ehemaligen Vorstand, Pfarrer Dieter Worrings, den Gottesdienst zelebrierte. Prälat Brock machte in seiner Predigt den Menschen Mut, die Gefühle, die mit dem Abschied verbunden sind, zuzulassen. Von einem Haus stehen momentan nur noch die Mauerreste. Prälat Brock sprach den Menschen aus der Seele: "Für uns sind es nicht nur Steine. Hier haben wir gelebt, miteinander gesprochen und gelacht." "Für uns ist es ein Stück unserer Welt, die weggeräumt wird." "Ich weiß, dass etwas Neues kommt, aber im Moment bin ich einfach nur traurig." "Schade. Es war alt, aber es war unser Zuhause."

Das Alte verbindet sich mit dem Neuen

Vor der Kirche war eine Feuerschale aufgestellt. Mit Trommelrhythmen, mit den Liedern des Singkreises und mit einem Ritual, das die Bereichsleiterin Christine Beck anleitete, nahmen die Bewohner und Mitarbeiter Abschied von den Häusern. Im gemeinsamen Gespräch würdigten sie das Vergangene, mit dem Wissen, dass das Neue auf die Erfahrungen des Alten aufbaut. Sie übergaben selbstgemalte Bilder und beschriftete Hölzer dem Feuer. Die Asche wird später in das Fundament des neuen Förder- und Betreuungsbereiches eingemauert. Im Rahmen der Ortsentwicklung Rosenharz plant die St. Gallus-Hilfe auf dem Gelände ein ebenerdiges, modernes Gebäude für den Bereich Arbeit und Bildung. Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung aus Rosenharz und Externe erhalten dort eine Teilhabe an tagesstrukturierenden Betreuungsangeboten.

Prozess des Miteinanders

Beim Fest in der Kantine stellte Fachdienst Roland Steinbeck eine Sitzbank auf. Die wettergegerbte Sitzbank stand im Eingangsbereich der St. Gallus-Hilfe Rosenharz. Zuverlässig waren dort die "Bänkler" anzutreffen. Sie pflegten das Gespräch. "Wie war das?" Beim Abschiedsfest führte Roland Steinbeck ein "Bänklegespräch" mit Christine Schmidtke. Die Heimleiterin war seit 1997 verantwortlich für das Wohnen in den drei Häusern, die abgerissen werden. Christine Schmidtke würdigte den Prozess des Miteinanders: "Wir haben immer gut zusammengehalten und gern gefeiert." Sie hat die Neuorientierung und den Umzug der Bewohner mitbegleitet: "Jeder hat einen guten Platz gefunden." Auch für die alte bewährte Sitzbank der "Bänkler" wird es einen neuen Platz auf dem Gelände der St. Gallus-Hilfe geben.

Was bisher geschah:

Februar 2012: Bezug des Wohnhauses St. Magnus. Heimbewohner von St. Vinzenz ziehen ein. Der Heimbereich St. Vinzenz wird generalsaniert.

Juni 2013: Einweihung des Wohnpflegeheimes St. Johanna. Bewohner vom Heimbereich St. Gertrudis ziehen das neue Wohnpflegeheim.

November 2013: Die drei Häuser Bruder Konrad, Ulrika-Nisch und St. Walburga sollen abgerissen werden. Einige Bewohner entscheiden sich für ein Wohnen in Liebenau, Wangen, Mengen oder im Rotgerberweg. Alle anderen finden im Heim St. Gertrudis oder im Wohnpflegeheim St. Johanna eine neue Heimat.

 

 


 

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Die Bewohner und Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe Rosenharz (Stiftung Liebenau) feierten ein Abschiedsfest. Drei Häuser werden abgerissen. Durch eine moderne Ortsentwicklung und Regionalisierung der Wohn- und Betreuungsangeboten bekommt die St. Gallus-Hilfe Rosenharz ein neues attraktives Gesicht.

Die Bewohner und Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe Rosenharz (Stiftung Liebenau) feierten ein Abschiedsfest. Drei Häuser werden abgerissen. Durch eine moderne Ortsentwicklung und Regionalisierung der Wohn- und Betreuungsangeboten bekommt die St. Gallus-Hilfe Rosenharz ein neues attraktives Gesicht.

"Das Alte verbindet sich mit dem Neuen." Beim Abschiedsfest in der St. Gallus-Hilfe Rosenharz ermutigte Christine Beck, Bereichsleitung Wohnen Erwachsene Landkreis Ravensburg, die Bewohner, ihre selbstgemalten Bilder und auf Holzscheite geschriebene Abschiedsworte dem Feuer zu übergeben.

"Das Alte verbindet sich mit dem Neuen." Beim Abschiedsfest in der St. Gallus-Hilfe Rosenharz ermutigte Christine Beck, Bereichsleitung Wohnen Erwachsene Landkreis Ravensburg, die Bewohner, ihre selbstgemalten Bilder und auf Holzscheite geschriebene Abschiedsworte dem Feuer zu übergeben.

Beim Abschiedsfest der St. Gallus-Hilfe Rosenharz (Stiftung Liebenau) trommelten und sangen Bewohner und Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe am Feuer.

Beim Abschiedsfest der St. Gallus-Hilfe Rosenharz (Stiftung Liebenau) trommelten und sangen Bewohner und Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe am Feuer.

Beim Abschiedsfest in Rosenharz ermutigte Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand Stiftung Liebenau, Bewohner und Mitarbeiter, gemeinsam die Zukunft mitzugestalten. Im Hintergrund informierte eine Fotodokumentation, wie es früher war.

Beim Abschiedsfest in Rosenharz ermutigte Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand Stiftung Liebenau, Bewohner und Mitarbeiter, gemeinsam die Zukunft mitzugestalten. Im Hintergrund informierte eine Fotodokumentation, wie es früher war.

Der begleitende Fachdienst Roland Steinbeck (rechts) führte ein „Bänklegespräch“ mit Christine Schmidtke. Die Heimleiterin der St. Gallus-Hilfe war seit 1997 für das Wohnen in den drei Häusern, die abgerissen werden, verantwortlich.

Der begleitende Fachdienst Roland Steinbeck (rechts) führte ein „Bänklegespräch“ mit Christine Schmidtke. Die Heimleiterin der St. Gallus-Hilfe war seit 1997 für das Wohnen in den drei Häusern, die abgerissen werden, verantwortlich.