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09.05.2014

Gemeinsam ist man stärker als allein

MECKENBEUREN – Der 5. Mai, der Europäische Tag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, stand in diesem Jahr unter dem Motto "Schon viel erreicht - noch viel mehr vor." Seit fünf Jahren organisieren die Heimbeiräte der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) und die Werkstatträte der Liebenauer Arbeitswelten einen Infostand von Aktion Mensch auf dem Wochenmarkt. Die Wohngemeinschaft Meckenbeuren unterstützte die Initiative. Ihre Bewohner sind im letzten Jahr gemeinsam nach Italien gewandert. Sie haben erfahren: "Der Weg ist das Ziel."


Platz für alle

Es regnet und es ist kalt. Unter den Schirmen von Aktion Mensch ist für alle Platz. Von dem schlechten Wetter lassen sich die Italienwanderer nicht beeindrucken. Die Inklusion liegt ihnen am Herzen: "Es ist wichtig, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und miteinander zu reden." Bürgermeister Andreas Schmid, die Gemeinde und viele Sponsoren unterstützten ihr Vorhaben. Die Wanderer haben Höhenmeter und Geröll überwunden, und das war nicht immer leicht: "Gemeinsam ist man stärker als allein. Jeder Mensch hat etwas anzubieten. Wenn einer von uns Hilfe benötigte, schauten die anderen nach ihm. Man konnte sich aufeinander verlassen. Das sollte ein Grundsatz unserer Gesellschaft sein."

Gleichberechtige Teilhabe

Am Infostand sprechen die Wanderer gemeinsam mit den Heimbeiräten und den Werkstatträten für alle, die von der St. Gallus-Hilfe begleitet werden. Ihr Ziel ist es, jedem, soweit wie möglich, ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Im Fokus steht das im Grundgesetz geregelte Benachteiligungsverbot aufgrund von Behinderung. Der Europäische Tag der Gleichstellung geht auf die von Aktion Mensch initiierte "Aktion Grundgesetz" zurück. Er wurde 1998 zum ersten Mal begangen. 2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Sie fordert die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben.

Seit fünf Jahren am Ball

"Es ging Berg auf und Berg ab, wir hatten Höhen und Tiefen. Genauso ist es auch beim Thema Inklusion. Es ist ein langer Weg auf dem viel passiert. Es ist wichtig, dass man sich begegnet und gegenseitig respektiert", sagen die Italienwanderer. Auch die Heimbeiräte der St. Gallus-Hilfe und Werkstatträte der Liebenauer Arbeitswelten sind für Begegnungen offen. Seit fünf Jahren organisieren sie den Infostand zum 5. Mai, begehen mit der Bevölkerung den Europäischen Tag der Gleichstellung. Sie reden mit Bürgern und politischen Vertretern der Gemeinde und gestalten mit Schulklassen und Kindergartenkindern den Tag.

Begegnungen schaffen Vertrauen

Pfarrer Scherer begrüßt die vertrauten Gesichter. "Wir kennen uns", sagt er. Seniorennachmittage, Gottesdienste, immer wieder gibt es Berührungspunkte, die eine Vertrautheit herstellen. "Wir fühlen uns in Meckenbeuren zuhause", bestätigten die Bewohner der Wohngemeinschaft. Die Vertrauenspersonen der Heimbeiräte Rosa Burgmaier und Ruth Hofmann sowie die Vertrauenspersonen der Werkstatträte Frank Völk und Reiner Manghard begleiten den Aktionstag. Sie laden die Schüler der Albrecht-Dürer-Schule ein, ihre Erfahrungen mit dem Thema Inklusion auf ein großes Tischtuch zu malen. Werkstatträte und Heimbeiräte gehen in den Kindergarten St. Maria und verteilen dort das bunte Logo der Inklusion an die Kinder.

Inklusiv denken

Für die Kinder und Schüler sind die Begegnungen Normalität. Die pädagogische Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion hat schon lange begonnen. Kinder und Schüler mit Einschränkungen besuchen die Einrichtungen. "Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen und Lösungen zu finden", sagt Bürgermeister Andreas Schmid. Im letzten Jahr wurde der Fußgängerüberweg an der Bundesstraße B 30 diskutiert. "Es wird geprüft, mit welcher Steuerung der Übergang für Fußgänger, Rad- und Autofahrer noch sicherer wird", berichtet Schmid. Ein großes Potenzial für Menschen mit Behinderung sieht er im Bereich Arbeit. Eine engere Vernetzung von Gemeinde, Arbeitgebern und Behindertenbeauftragten sind ihm wichtig.

 

 


 

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Zum fünften Mal organisierten die Heimbeiräte der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) und der Werkstatträte der Liebenauer Arbeitswelten einen Infostand auf dem Wochenmarkt in Meckenbeuren. Unter dem Motto "Schon viel erreicht - noch viel mehr vor" sprachen sie mit Bürgermeister Andreas Schmid (hintere Reihe links).

"Inklusion kann nur gelingen, wenn Menschen mit und ohne Behinderung Tür an Tür wohnen und gleichermaßen am gesellschaftlichen und politischen Leben teilhaben können." Zum fünften Mal organisierten die Heimbeiräte der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) und der Werkstatträte der Liebenauer Arbeitswelten einen Infostand auf dem Wochenmarkt in Meckenbeuren. Unter dem Motto "Schon viel erreicht - noch viel mehr vor" sprachen sie mit Bürgermeister Andreas Schmid (hintere Reihe links).

Am Tag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, auf dem Infostand in Meckenbeuren, diskutieren sie mit Bürgermeister Andreas Schmid (links) und Pfarrer Weiß von der evangelischen Kirchengemeinde (hinten 4.v.r.), was Inklusion für sie bedeutet.

"Der Weg ist das Ziel", die Bewohner der Wohngemeinschaft Meckenbeuren (St. Gallus-Hilfe, Stiftung Liebenau) haben im letzten Jahr mit einem ungewöhnlichen Vorhaben überzeugt: Sie wanderten nach Italien. Am Tag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, auf dem Infostand in Meckenbeuren, diskutieren sie mit Bürgermeister Andreas Schmid (links) und Pfarrer Weiß von der evangelischen Kirchengemeinde (hinten 4.v.r.), was Inklusion für sie bedeutet.

Heimbeiräte der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) und Werkstatträte der Liebenauer Arbeitswelten besuchten den Kindergarten St. Maria und überreichen den Kindern das Logo der Inklusion auf Luftballone und Stickers.

Heimbeiräte der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) und Werkstatträte der Liebenauer Arbeitswelten besuchten den Kindergarten St. Maria und überreichen den Kindern das Logo der Inklusion auf Luftballone und Stickers.