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09.05.2014

Spatenstich für Förder- und Betreuungsbereich in Rosenharz

BODNEGG-ROSENHARZ – Ein Haus, in dem miteinander gelernt und gearbeitet, gefeiert, gegessen und gelacht wird: Für 54 Menschen mit Behinderung entsteht in Rosenharz ein neuer Förder- und Betreuungsbereich. Ab Herbst 2015 werden sie hier gezielt begleitet. Mit dem Spatenstich gab die St. Gallus-Hilfe, eine Gesellschaft der Stiftung Liebenau, den symbolischen Startschuss für den Bau an der Stelle der drei Häuser, die im Zuge der Modernisierung und Dezentralisierung abgerissen wurden.


Hier entsteht wieder ein Stück Heimat

"Wir haben eine Vision für diesen Ort – für alle, egal ob man hochbegabt ist oder Begleitung braucht", begrüßte Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, Gäste und zahlreiche Bewohner aus Rosenharz zum Spatenstich. Er erinnerte daran, wie vor wenigen Wochen an gleicher Stelle von drei Häusern Abschied genommen wurde, die Heimat gewesen seien. "Ab heute schauen wir nicht mehr zurück", forderte Prälat Brock. Jetzt könne man jeden Tag beobachten, wie etwas Neues entstehe. "Und das darf wieder ein Stück neue Heimat sein."

Bedeutende Veränderung für Rosenharz

Christof Frick, Bürgermeister der Gemeinde Bodnegg, sieht den Bau des neuen Förder- und Betreuungsbereichs als bedeutende Veränderung für Rosenharz. "Mit dem Abriss hat sich die Einrichtung verändert und den Blick frei gegeben", so Frick. Dies entspreche dem Wunsch nach Inklusion, die von der Begegnung lebe. "Die Menschen gewinnen an Lebensqualität." Die Gemeinde Bodnegg freue sich über diese Entwicklung und über die finanzintensive Investition der Stiftung Liebenau.

"Wir sehen und werden gesehen"

Das neue Haus soll Menschen mit Unterstützungsbedarf die tägliche Gemeinschaft ermöglichen und erleben lassen. "Jeder kann seinen wertvollen Teil zum großen Ganzen beitragen", sagte Stefan Fricker, Leiter des Bereichs Arbeit und Bildung der St. Gallus-Hilfe. Es werde ein schönes und helles Haus, in dem Besuch immer willkommen sei. "Hier sehen wir und werden gesehen." Auf einer Fläche von rund 3500 Quadratmetern seien außerdem Räume für Senioren, für Bewegung und Rückzug sowie für die Pflege geplant. Werkstatträtin Nadja Schulz und Gertrud Vochezer, Beschäftigte im Förder- und Betreuungsbereich, überreichten eine Rolle mit ein paar symbolischen Überresten der alten Gebäude und etwas Asche von den verbrannten Erinnerungen an Architekt Andreas Reinhardt vom Büro Zyschka. "Mit eingemauert werden sie die Grundlage für die Entwicklung von etwas Neuem schaffen", so Stefan Fricker.

Insgesamt sind für den Bau des Förder- und Betreuungsbereichs rund 3,6 Millionen Euro veranschlagt. Die Fertigstellung ist für Herbst 2015 geplant. Gefördert wird er durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg mit 973.255 Euro. Die Aktion Mensch steuert weitere 110.000 Euro bei.

 

 


 

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Spatenstich für den neuen Förder- und Betreuungsbereich in Rosenharz (von links): Siegfried Waidmann, F. Kirchhoff Systembau, Gertrud Vochezer, FuB-Beschäftigte, Stefan Fricker, Leiter des  Bereichs Arbeit und Bildung der St. Gallus-Hilfe, Werkstatträtin Nadja Schulz, Bürgermeister Christof Frick, Werkstatt-Beschäftigte Conny Peter, Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, Juliane Loef, Sozialplanerin im Landkreis Ravensburg, Marco Nauerz, Leiter der Bauabteilung der Stiftung Liebenau, Architekt Andreas Reinhardt vom Büro Zyschka, Ewald Schmaude, Geschäftsführer der F. Kirchhoff Systembau, und Christoph Braunwarth von der Bauabteilung der Stiftung Liebenau.

Spatenstich für den neuen Förder- und Betreuungsbereich in Rosenharz (von links): Siegfried Waidmann, F. Kirchhoff Systembau, Gertrud Vochezer, FuB-Beschäftigte, Stefan Fricker, Leiter des Bereichs Arbeit und Bildung der St. Gallus-Hilfe, Werkstatträtin Nadja Schulz, Bürgermeister Christof Frick, Werkstatt-Beschäftigte Conny Peter, Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, Juliane Loef, Sozialplanerin im Landkreis Ravensburg, Marco Nauerz, Leiter der Bauabteilung der Stiftung Liebenau, Architekt Andreas Reinhardt vom Büro Zyschka, Ewald Schmaude, Geschäftsführer der F. Kirchhoff Systembau, und Christoph Braunwarth von der Bauabteilung der Stiftung Liebenau.

Erinnerungen an die alten Gebäude in einer Rolle überreichten Gertrud Vochezer, Beschäftigte im Förder- und Betreuungsbereich, und Werkstatträtin Nadja Schulz an Architekt Andreas Reinhardt vom Büro Zyschka.

Erinnerungen an die alten Gebäude in einer Rolle überreichten Gertrud Vochezer, Beschäftigte im Förder- und Betreuungsbereich, und Werkstatträtin Nadja Schulz an Architekt Andreas Reinhardt vom Büro Zyschka.

Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, wendete sich bei seiner Begrüßung zum Spatenstich vor allem an die Menschen von Rosenharz.

Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, wendete sich bei seiner Begrüßung zum Spatenstich vor allem an die Menschen von Rosenharz.