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19.08.2014

Bodensee ruft zum Urlaubsabenteuer

FRIEDRICHSHAFEN/VILLINGEN-SCHWENNINGEN – Zum ersten Mal Urlaub allein: Andreas Herrmann aus Villingen machte eine Reise an den Bodensee. Ermöglicht hat dies dem jungen Mann mit Lernbehinderung die Zusammenarbeit der Ambulanten Dienste der St. Gallus-Hilfe, einer Tochtergesellschaft der Stiftung Liebenau, in Villingen-Schwenningen und Friedrichshafen.


Neue Erfahrungen dank der Ambulanten Dienste

Eine Fahrradtour nach Langenargen mit anschließendem Besuch bei der Diakonie Pfingstweid, Besichtigung des Zeppelinmuseums, Stadtbummel in Friedrichshafen: Für die fünf Urlaubstage war ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm geplant. "Am Bodensee gefällt mir besonders die Atmosphäre, das schöne Wasser, die Schiffe und der angenehme Gegenwind beim Radeln. Ich bin schon traurig, dass ich bald wieder nach Hause muss", meinte Andreas Herrmann aus Villingen-Schwenningen gegen Ende der Reise.

Dass er zuvor neue Erfahrungen machen konnte, verdankt er der Zusammenarbeit der Ambulanten Dienste der St. Gallus-Hilfe. Das Ambulant Betreute Wohnen (ABW) unterstützt Menschen mit Behinderung in Lebensfragen wie Haushalt, Freizeit und Pflege oder bei persönlichen Problemen. Auch die mit den Klienten gemeinsame Urlaubsplanung gehört zu den Aufgaben. Die landkreisübergreifende Zusammenarbeit zweier Dienste war neu hingegen und somit etwas Besonderes.

Umfangreiche Vorbereitungen

"Die Reisevorbereitung und Organisation brachte eine Menge Arbeit mit sich", schildert Meik Morlock, der Bezugsbetreuer von Andreas Herrmann in Villingen-Schwenningen. Wie vor jeder Urlaubsreise gab es allerhand zu organisieren: Unterkunft buchen, Zugticket kaufen, Ausflugsziele heraussuchen, Packliste schreiben. Auch eine Fahrradausrüstung musste neu angeschafft werden. Meik Morlock bereitete auch spezielle Kartenausschnitte mit gezielten Hinweisen vor, damit sich Andreas Herrmann allein zurechtfindet.

"Ich musste mich einige Male durchfragen, aber dann habe ich das CAP Rotach gefunden", schildert Andreas Herrmann seine Erfahrungen auf dem Weg zur Unterkunft. Zu dem integrativen Unternehmen CAP Rotach gehören ein Campingplatz und eine Pension. Die barrierefreie Gestaltung ermöglicht auch Menschen mit Behinderung einen selbstständigen Urlaub. Die perfekte Unterkunft für Andreas Herrmann.

Sicherheit war gewährleistet

Während des gesamten Urlaubes hatte er mit Ingrid Schäfler, Mitarbeiterin im ABW der St. Gallus-Hilfe in Friedrichshafen, eine Ansprechpartnerin vor Ort. Die landkreisübergreifende Arbeit innerhalb der St. Gallus-Hilfe war wichtige Voraussetzung für den selbstständigen Urlaub. Sie stellte sicher, dass Andreas Herrmann die Sicherheit durch Ansprechpartner vor Ort hatte. "Für mich als Bezugsbetreuer war es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass im Bedarfsfall jemand für Andreas Herrmann da war. Ich bin froh, dass alles ohne größere Probleme geklappt hat", resümierte Meik Morlock, als Andreas Herrmann wieder in Villingen angekommen ist. Auch wenn er die eine oder andere Schwierigkeit zu überwinden hatte, für Andreas Herrmann sei der erste alleinige Urlaub eine wichtige Erfahrung gewesen und habe ihm großen Spaß gemacht.

 

 


 

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Andreas Herrmann auf dem Franziskusplatz in Friedrichshafen mit Ingrid Schäfler von den Ambulanten Diensten der St. Gallus-Hilfe in Friedrichshafen, die während seiner Urlaubsreise an den Bodensee als Ansprechpartner im Hintergrund war.

Andreas Herrmann auf dem Franziskusplatz in Friedrichshafen mit Ingrid Schäfler von den Ambulanten Diensten der St. Gallus-Hilfe in Friedrichshafen, die während seiner Urlaubsreise an den Bodensee als Ansprechpartner im Hintergrund war.