Sie sind hier:
28.08.2014

Mit offenen Augen durch die Welt: Ferienfreizeit FUD Ravensburg

RAVENSBURG – Zwei Ferienwochen lang betreute der Familienunterstützende Dienst (FUD) der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) acht Kinder mit geistigen und mehrfachen Behinderungen. Gemeinsam eroberten die Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren mit ihren ehrenamtlichen Betreuerinnen die Schule, die Stadt und ihre Umgebung. Jeder Ferientag in der Martinusschule war ein Abenteuer.


Wer hat den Keks aus der Dose geklaut?

Gleich am ersten Tag der Ferienfreizeit war jede Scheu vergessen. Ein paar Kinder stürzten sich auf das Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel, andere spielten in der Turnhalle Fußball, die Betreuer luden in den Morgenkreis ein. "Wer hat den Keks aus der Dose geklaut?" "Ich?" "Niemals!" "Wer dann?" Das Sing- und Klatschspiel begleitete die Kinder durch die Wochen.

Die Hüter des Feuers

Ein Highlight des Ferienprogrammes war der Ausflug in das Wildfreigehege bei Hinzistobel. Nach einem Fußmarsch genossen die Kinder das auf dem Grill zubereitete Essen: Tomaten und Grillwurst auf Brot. Gestärkt zogen sie mit den Betreuern los, um Arme voller Feuerholz zu sammeln. Danach beobachteten die Kinder gespannt die Feuerstelle, sie wollten das zaghafte Aufsteigen kleiner Rauchschwaden nicht versäumen. Erst ein vorsichtiges Züngeln kleiner Flammen, dann endlich brannte das Holz. Gemeinsam schmorten die Kinder ihr Stockbrot.

Staunen über die Arbeit der Bienen

Auch für Obst und Getränke hatten die ehrenamtlichen Betreuer gesorgt - das lockte die Bienen an. "Wir müssen die Bienen schützen", sagte Betreuerin Tabea Walla. "Sie stellen den Honig her und tragen die Pollen von Blüte zu Blüte. So entsteht ein Apfel oder eine Kirsche." Die Kinder staunten. Mit neuem Respekt betrachteten sie die kleinen summenden Tierchen.

Eine Murmel für jeden Tag

Für die nächsten Tage stand viel auf dem Programm: Kleintierzoo, Therme, Pizza backen, im Stadtgarten toben. Die Regeln für den Umgang miteinander hatten die Kinder zu Beginn gemeinsam festgelegt: "Niemanden auslachen" und "Zuhören, wenn jemand redet". Wenn das gelang, gab es am Abend eine Murmel. Die Studierenden Myriam Morgenstern (Elementare Pädagogik) und Tabea Walla (Soziale Arbeit) sahen die Ferienfreizeit nicht nur als Ehrenamt, sondern auch als Chance, spielerisch das Miteinander mit Kindern mit Behinderung zu erfahren.

Weitere Infos zum Familienunterstützenden Dienst (FUD).

 


 

Kontakt:
Liebenau Teamwork Kommunikation GmbH
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117
info@teamwork-kommunikation.de
www.teamwork-kommunikation.de

Die Ferienkinder und die beiden ehrenamtlichen Betreuerinnen warten auf den Bus. Alle sind schon gespannt auf das, was sie im Wildfreigehege erleben werden.

Die Ferienkinder und die beiden ehrenamtlichen Betreuerinnen warten auf den Bus. Alle sind schon gespannt auf das, was sie im Wildfreigehege erleben werden.

Konzentriert bei der Arbeit: Der Teig fürs Stockbrot muss gut gewickelt werden.

Konzentriert bei der Arbeit: Der Teig fürs Stockbrot muss gut gewickelt werden.