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28.08.2014

Glaskünstler aus Überlingen kooperiert mit St. Gallus-Hilfe Rosenharz

ROSENHARZ/ÜBERLINGEN – Die St. Gallus-Hilfe Rosenharz (Stiftung Liebenau) möchte das kreativ Handwerkliche mehr in die tägliche Arbeit integrieren: Aktuell entwickelt das Team der Werkstatt für Menschen mit Behinderung eine Produktion von dekorativen Gartenelementen aus Weidengeflecht. Das Besondere daran ist die Kombination mit handgefertigten Gläsern, die ebenfalls in der Werkstatt hergestellt werden sollen.


Glaskünstler am Werk

Andreas Dierig ist ein Glaskünstler und Meister im Glasfusing. Sieben Glasplatten, deren Größen auf die Metallrahmen abgestimmt sind, hat Dierig in seinem Atelier in Überlingen vorbereitet. Diese sollen nun von den Rosenharzern mit farbigem Glas gestaltet werden. Dierig verteilt Glasschneider und zeigt, wie die Teilnehmer von Scherben die gewünschte Form abschneiden können. Anders als der Glasbläser arbeitet der Fuser (engl. to fuse, zusammenschmelzen) mit dem festen Zustand des Glases.

Andreas Dierig begleitet die Teilnehmer und ermutigt sie, kreativ zu experimentieren. Eine Frau, die sich im Alltag nicht sehr lange auf ihre Arbeit konzentrieren kann, ist ganz in ihr filigranes Werk vertieft. Sie ritzt das Glas, bricht es und gestaltet ihre Platte in warmen Farben. Eine andere Frau arbeitet an einer Blume mit schmalen Blättern in hellen Tönen. Die Teilnehmer sind gespannt, was der Brennofen daraus macht. Drei Tage dauert der Brennvorgang bei unterschiedlichen Temperaturen.

Gefühl für die Weidenrute

In der Hausmeisterei in Rosenharz stehen die Metallrahmen für die Elemente schon bereit. Hausmeister Uwe Keßler hat sie zusammengeschweißt. Die großen Flächen sollen mit Weide ausgeflochten werden, in die kleineren Einheiten wird zum Schluss das Glas eingefügt. Damit die Weiden geschmeidig sind, hat die Gartengestalterin Maria Brunzema die Ruten drei Wochen lang in Wasser gelegt.

Bei der Arbeitsunterweisung in der Werkstatt ermutigt sie die Teilnehmer, eine Rute in die Hand zu nehmen, ein Gefühl für das Material zu bekommen. Beim Flechten bricht so manche Rute. "Das macht nichts", sagt Maria Brunzema. "Wir schneiden die Rute ab und fangen neu an." Sie macht den Teilnehmern Mut: "Man darf sehen, dass es Handarbeit ist." Stetig wächst das Weidengeflecht. Das Erfolgserlebnis beflügelt. "Es ist für die Beschäftigen wichtig, zu erfahren, das kann ich und das habe ich selbst gemacht", erklärt Conny Mandzukic vom Fachdienst. Die Sozialarbeiterin begleitet die Arbeitsgruppe: "Es ist ein Naturprodukt, das zu uns passt."

Jedes Werk ein Unikat

Der Meister der Glasveredlung brachte die ersten Gläser persönlich in Rosenharz vorbei und überreichte seinen Schülern die gebrannten, in bunten Farben schillernden Glasplatten. Jedes Glas ist ein Unikat. Inzwischen schmücken sie die wetterfesten Gartenelemente. Das Naturprodukt ist eine Zierde für jeden Garten und wird von der Werkstatt der St. Gallus-Hilfe Rosenharz für den Verkauf hergestellt.

Bei Interesse und Fragen zum Produkt können Sie sich gerne direkt an die Werkstatt wenden, Kontakt: 07520 929-2764.

 

 


 

Kontakt:
Liebenau Teamwork Kommunikation GmbH
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117
info@teamwork-kommunikation.de
www.teamwork-kommunikation.de

Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung der St. Gallus-Hilfe in Rosenharz bietet künftig mit Weidenelementen, in die handgemachte Gläser integriert werden, noch mehr Vielfalt in der Arbeit. Der Glaskünstler Andreas Dierig (3.v.r.) wird die Werkstatt bei den Glasarbeiten begleiten und längerfristig unterstützen (v.l.): Albert-Jan Brunzema (Werkstattleiter der St. Gallus-Hilfe Rosenharz), Conny Mandzukic vom Fachdienst und die Beschäftigten Andreas Berger, Elisabeth Geiger sowie Maria Eisele.

Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung der St. Gallus-Hilfe in Rosenharz bietet künftig mit Weidenelementen, in die handgemachte Gläser integriert werden, noch mehr Vielfalt in der Arbeit. Der Glaskünstler Andreas Dierig (3.v.r.) wird die Werkstatt bei den Glasarbeiten begleiten und längerfristig unterstützen (v.l.): Albert-Jan Brunzema (Werkstattleiter der St. Gallus-Hilfe Rosenharz), Conny Mandzukic vom Fachdienst und die Beschäftigten Andreas Berger, Elisabeth Geiger sowie Maria Eisele.

Anleitung von Glaskünstler Andreas Dierig (re.) in Überlingen (v.l.): Maria Eisele, Conny Mandzukic und Andreas Berger beim Glasfusing. In der Werkstatt der St. Gallus-Hilfe  werden die Beschäftigten das Glas für ihre Gartenelemente später selbst herstellen.

Anleitung von Glaskünstler Andreas Dierig (re.) in Überlingen (v.l.): Maria Eisele, Conny Mandzukic und Andreas Berger beim Glasfusing. In der Werkstatt der St. Gallus-Hilfe werden die Beschäftigten das Glas für ihre Gartenelemente später selbst herstellen.

Im Workshop mit Gartengestalterin Maria Brunzema (re.) bekommen Beschäftigte ein Gespür für das vielseitige Naturmaterial. Conny Mandzukic (Mitarbeiterin der St. Gallus-Hilfe) unterstützt und begleitet die Beschäftigten, wie Sigrid Zuckschwerdt und Maria Eisele.

Im Workshop mit Gartengestalterin Maria Brunzema (re.) bekommen Beschäftigte ein Gespür für das vielseitige Naturmaterial. Conny Mandzukic (Mitarbeiterin der St. Gallus-Hilfe) unterstützt und begleitet die Beschäftigten, wie Sigrid Zuckschwerdt und Maria Eisele.