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12.09.2014

Therapiehund Sammy: Immer ein Highlight

TETTNANG – Voller Vorfreude erwarten die Bewohnerinnen und Bewohner des gemeindeintegrierten Wohnens der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) Therapiehund Sammy. Andrea Ritter und ihr Labrador-Retriever besuchen die Wohngemeinschaft in Tettnang einmal im Monat. "Es ist immer ein Highlight, wenn Sammy kommt", erzählt Mitarbeiterin Petra Friedrich. Rund eine Stunde lang gehen die Bewohner mit einem Handicap aus der Tettnanger Innenstadt dann in den Schlosspark, um verschiedene Wurf- und Suchspiele mit Sammy zu machen.


Da ist er endlich!

Schwanzwedelnd läuft Sammy über den Balkon, begrüßt die Bewohner, lässt sich streicheln und kraulen, beschnuppert die ungewohnte Umgebung mit all den neuen Gerüchen. Wieder läuft er auf die Bewohner zu. Die schauen ihn mit strahlenden Gesichtern an, strecken ihm die Hände entgegen. Sie haben schon auf den Vierbeiner gewartet. "Schatz!", sagt Alfred Frick und streichelt vorsichtig den Kopf des Labrador-Retrievers. Sammy legt sich unter den Tisch zu seinem Frauchen, legt den Kopf auf die Pfoten und wedelt leicht mit dem Schwanz.

Freude über Sammys Besuch

"Ich freue mich immer, wenn Sammy kommt", erzählt Anneliese Weiersbach auf dem Weg in den Schlosspark. Dort angekommen, werfen die Bewohner der Reihe nach ein Frisbee und einen Gummiball, Sammy holt die Gegenstände blitzschnell zurück. "Am Anfang haben manche Leute Angst vor Sammy oder wissen nicht so recht, wie sie mit im umgehen sollen", berichtet Andrea Ritter, "aber dann lernen sie ihn und seine Bedürfnisse kennen und freuen sich richtig darauf, wenn er kommt." Die Menschen seien durch den Therapiehund außerdem viel kommunikativer: Menschen mit Demenz erinnern sich an den eigenen Hund und erzählen davon, Kinder wollen Sammy streicheln oder mit ihm spielen, ein Gespräch mit anderen Hundebesitzern entsteht. Das gefalle den Mitgliedern der Tettnanger Wohngemeinschaft, meint Andrea Ritter.

"Positiver Impuls"

Worte sind manchmal aber auch überflüssig. "Sammy kommuniziert auf einer anderen Ebene. Er zeigt, dass er sich freut, die Bewohner zu sehen", sagt Andrea Ritter. Das tue ihnen gut. Und Mitarbeiterin Petra Friedrich fügt hinzu: "Mit dem Hund erreicht man manchmal mehr als mit Worten." Sammy sei außerdem ein "positiver Impuls", der viele zur Aktivität bewege. Körperlich eingeschränkte Menschen würden auf einmal Sammys Gummiball werfen, sodass die Betreuer staunen, erzählt Andrea Ritter aus Erfahrung.

Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit

Nach einem Versteckspiel darf jeder der Tettnanger ganz allein eine Runde mit Sammy laufen. "Mir gefällt alles, was wir mit Sammy machen. Aber am besten finde ich das Spazieren an der Leine", erzählt Alfred Frick. Durch das selbstständige Gehen mit dem Hund gewinnen die Tettnanger an Selbstbewusstsein. Der unmittelbare Kontakt zu dem Tier gibt ihnen viel. Der Labrador-Retriever geht brav bei Fuß, auch das Gehen neben dem Rollator hat er in seiner Ausbildung zum Therapiehund gelernt. Selbst wenn er gekniffen wird oder Menschen auf ihn zustürmen, bleibt Sammy ruhig.

Die Kommandos müssen sitzen

Schon vor seiner Ausbildung bei einer Hundetrainerin für Therapiehunde war Sammy ein freundlicher, menschenzugewandter Hund. "Bei kleinen Kindern und Menschen mit einer Behinderung ist er intuitiv vorsichtig", erläutert Andrea Ritter. Neben einigen Gesundheitschecks beim Tierarzt musste sich Sammy einem Wesenstest unterziehen, der seine Eignung zum Therapiehund bestätigte. Doch damit ist es nicht getan: Alle zwei Jahre erfolgt eine erneute Überprüfung beim Tierarzt und bei der Hundetrainerin, außerdem muss Andrea Ritter regelmäßig mit dem siebeneinhalbjährigen Sammy zuhause üben, damit er die Kommandos nicht verlernt. "Und wenn zuhause kein Rollator ist, tut es auch einmal die Mülltonne."

 


 

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Die Gruppe aus der Tettnanger Schulstraße macht sich mit Andrea Ritter und Sammy auf den Weg in den Schlosspark.

Die Gruppe aus der Tettnanger Schulstraße macht sich mit Andrea Ritter und Sammy auf den Weg in den Schlosspark.

Nachdem Sammy die versteckte Maria Pfeffer gefunden hat, laufen sie gemeinsam zurück zu den anderen.

Nachdem Sammy die versteckte Maria Pfeffer gefunden hat, laufen sie gemeinsam zurück zu den anderen.

Brav und geduldig geht Therapiehund Sammy mit Anneliese Weiersbach an der Leine.

Brav und geduldig geht Therapiehund Sammy mit Anneliese Weiersbach an der Leine.