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23.01.2015

Ambulanter Kinderhospizdienst: Der Bedarf an Ehrenamtlichen in den LK Ravensburg und Bodensee steigt weiterhin an

MECKENBEUREN-LIEBENAU - Nach erfolgreicher Weiterbildung entsendet der Ambulante Kinderhospizdienst, ein gemeinsames Projekt der Stiftung Liebenau und der Malteser, 14 neue ehrenamtliche Patinnen und Paten in Familien mit lebendbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankten Kindern oder Eltern, um sie psychosozial zu unterstützen.

Die schwierigen Wege gemeinsam gehen

Mit einem feierlichen Gottesdienst unter der Leitung von Diakon Graf Waldburg-Zeil endete für die Männer und Frauen ein 100-stündiger Qualifizierungskurs mit Praktikum, der sie auf ihren Einsatz im Auftrag des Ambulanten Kinderhospizdienstes der Landkreise Ravensburg und Bodenseekreis vorbereitete. "Sie haben sich auf den Weg gemacht, um mit großem ehrenamtlichen Engagement Familien in schweren Zeiten beizustehen", mit diesen Worten dankte Barbara Weiland, Koordinatorin für den Bodenseekreis, den Kursteilnehmern. Auch Christoph Gräf, Bereichsleiter Kinder, Jugend und Familie der St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau betonte, wie sehr es ihn freue, dass seit Einführung des Qualifizierungskurses vor vier Jahren die Teilnehmerzahl steigt: "Es ist kein einfacher Dienst, aber wir lassen Familien in schwierigen Lebenslagen nicht allein."

Wo Not ist, muss man helfen

Einige der Kursteilnehmer sind bereits in Familien eingesetzt. So auch Bo Willem Fricke. Er studiert Grundschullehramt und hat bereits viel Erfahrung im sozialen Bereich gesammelt. "Die Arbeit im Hospizbereich hat mich sehr interessiert. Seit Sommer betreue ich eine Familie mit einem schwerstbehinderten Mädchen. Ich verbringe viel Zeit mit ihrem 11-jährigen Bruder, wir spielen Fußball oder gehen schwimmen". Männliche Paten sind eher eine Seltenheit, werden aber gerade für solche Einsätze dringend gesucht. Elisabeth Metzler wartet noch auf ihren Einsatz: "Meine vier Kinder sind gesund und ich möchte ein Stück von diesem Geschenk gerne weitergeben." Durch den Kurs und das dazugehörige Praktikum, das sie auf der Frühchen-Intensivstation absolviert hat, fühlt sie sich gut vorbereitet.

Hilfe, dort wo sie gebraucht wird

Die ehrenamtlichen Paten schenken den Kindern drei bis vier Stunden Zeit pro Woche und entlasten so die Familien. Sie helfen aber auch bei organisatorischen Schwierigkeiten oder stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. "Auf beide Landkreise gesehen arbeiten wir momentan mit 35 Ehrenamtliche", so Elisabeth Mogg, Koordinatorin für den Landkreis Ravensburg. "Aber allein im Januar hatten wir sechs neue Anfragen. Gerade für Friedrichshafen könnten wir dringend weitere Hilfe gebrauchen."

Der nächste Qualifizierungskurs startet im Herbst. Interessierte Ehrenamtliche können sich im April bei einem Infoabend oder auf der Homepage des Ambulanten Kinderhospizdienstes informieren.

 

Info und Kontakt:

Ambulanter Kinderhospizdienst Bodensee
info@kinderhospizdienst-bodensee.de
www.kinderhospizdienst-bodensee.de

Ambulanter Kinderhospizdienst Ravensburg
e.mogg@kinderhospizdienst-ravensburg.de
www.kinderhospizdienst-ravensburg.de

 

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de
www.stiftung-liebenau.de

Die Paten freuen sich gemeinsam mit Barbara Weiland und Elisabeth Mogg (Koordinatorinnen vom Ambulanten Kinderhospizdienst), Christoph Gräf (Bereichsleiter Kinder, Jugend und Familie der St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau), Klaus Weber (Diözesangeschäftsstellenleiter der Malteser) und Vitus Graf von Waldburg-Zeil (Bezirksbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes) über die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung.

Die Paten freuen sich gemeinsam mit Barbara Weiland und Elisabeth Mogg (Koordinatorinnen vom Ambulanten Kinderhospizdienst), Christoph Gräf (Bereichsleiter Kinder, Jugend und Familie der St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau), Klaus Weber (Diözesangeschäftsstellenleiter der Malteser) und Vitus Graf von Waldburg-Zeil (Bezirksbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes) über die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung.