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02.03.2015

Wertvolle Arbeit für den Naturschutz geliefert

ROSENHARZ/IMMENSTAAD – In der Schreinerei der Liebenauer Arbeitswelten in Rosenharz haben Menschen mit Behinderung 20 wetterfeste Vogel-Nistkästen für die BUND-Ortsgruppe Immenstaad gebaut. Gemeinsam mit den Teilnehmern des Berufsbildungsbereichs (BBB) Rosenharz und Leutkirch lieferten sie die Nistkästen im Naturschutzzentrum Eriskirch ab. Von Diplom-Biologin Angelika Eckstein erhielten die Besucher eine Riedführung mit vielen interessanten Erläuterungen.


Ein geschütztes Nest

"Graureiher, Stockenten oder Kormorane leben am Wasser. Andere Vögel wie die Schleiereule wohnen in großen Höhlen im Wald", erklärt Angelika Eckstein. "Und es gibt Vögel, die ein geschütztes Nest brauchen, wie der Kleiber, der Specht oder die Spatzen." Im Eriskircher Ried brauchen die Vögel keine Nisthilfen. Nisthilfen will der BUND in Immenstaad für die Vögel anbieten, die sich ansonsten nicht in Gärten oder in der freien Landschaft zum Brüten niederlassen können. Für den Bau der Nistkästen hat die BUND-Ortsgruppe Immenstaad die Schreinerei in Rosenharz angefragt. "Wir wollen die Nistkästen zum Selbstkostenpreis verkaufen", berichtet Klaus Lindemann, Vorstand der BUND-Ortsgruppe Immenstaad.

Nistkästen bieten Heimat für viele Tiere

Angelika Eckstein führt die Besucher durch das Ried, erzählt von der Irisblüte und verteilt am Seeufer Ferngläser: "Es gibt viele Vögel, die am Bodensee überwintern." Der Werkstatt-Beschäftigte der Liebenauer Arbeitswelten Erwin Bolz ist beeindruckt. Er lauscht und schaut. Besonders gefällt ihm, dass viele Tiere in den neuen Nistkästen ein Zuhause finden können. Er hat erfahren, dass der Kleiber das Einflugloch mit Lehm verkleinern kann. Dagegen kann der Specht sein Einflugloch vergrößern. Da der Specht seine Höhle nur einmal nutzt, können anschließend Meisen, Hummeln, Wildbienen oder Fledermäuse einziehen.

Lob für sehr gute Arbeit

Die Nistkästen wurden aus heimischem Fichtenholz gefertigt. In einzelnen Arbeitsschritten haben die Schreiner im Förder- und Betreuungsbereich die Bretter gesägt, außen gehobelt, die Schraublöcher vorgebohrt und den Kasten mit besandeter Dachpappe belegt. "Mit entsprechenden Schutzmaßnahmen können Menschen mit Behinderung sogar an der Kreissäge gefahrlos arbeiten", berichtet der Schreiner und Arbeitserzieher Markus Philippi. Klaus Lindemann ist von der "sehr guten soliden Handarbeit" begeistert. Besonders schätzt er, dass bei der Herstellung der Vogel-Nistkästen Menschen mit Behinderung beteiligt sind: "Sie sollen wissen, dass ihre Arbeit wichtig und wertvoll für den Naturschutz ist."

Weitere Infos zu den Liebenauer Arbeitswelten unter www.liebenauer-arbeitswelten.de.

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de

www.stiftung-liebenau.de

Beschäftigte in der Schreinerei der Liebenauer Arbeitswelten in Rosenharz haben Nistkästen für die BUND-Ortsgruppe Immenstaad gebaut und persönlich geliefert. Vorstand der Ortsgruppe, Klaus Lindemann (hinten rechts), und Diplom-Biologin Angelika Eckstein sind von der "sehr guten Arbeit" angetan.

Beschäftigte in der Schreinerei der Liebenauer Arbeitswelten in Rosenharz haben Nistkästen für die BUND-Ortsgruppe Immenstaad gebaut und persönlich geliefert. Vorstand der Ortsgruppe, Klaus Lindemann (hinten rechts), und Diplom-Biologin Angelika Eckstein sind von der "sehr guten Arbeit" angetan.

Klaus Lindemann vom Vorstand der BUND-Ortsgruppe Immenstaad (links) hat die Schreiner vom Förder- und Betreuungsbereich der Liebenauer Arbeitswelten in Rosenharz mit Arbeitserzieher Markus Philippi (2. v. li.) zur Führung durch das Eriskircher Ried eingeladen. Diplom-Biologin Angelika Eckstein verteilt Ferngläser und erklärt anschaulich die unterschiedlichen Ansprüche der Vögel.

Klaus Lindemann vom Vorstand der BUND-Ortsgruppe Immenstaad (links) hat die Schreiner vom Förder- und Betreuungsbereich der Liebenauer Arbeitswelten in Rosenharz mit Arbeitserzieher Markus Philippi (2. v. li.) zur Führung durch das Eriskircher Ried eingeladen. Diplom-Biologin Angelika Eckstein verteilt Ferngläser und erklärt anschaulich die unterschiedlichen Ansprüche der Vögel.