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12.03.2015

Für Familien an einem Strang ziehen – "wellcome" feiert fünfjähriges Jubiläum

FRIEDRICHSHAFEN-AILINGEN - Das Baby ist da, die Freude ist riesig und nichts geht mehr. So geht es den meisten Eltern direkt nach der Geburt. In vielen Fällen können die Großeltern einspringen, aber für all jene, die in der ersten Zeit nach der Geburt keine Hilfe haben, gibt es "wellcome". Geschulte Ehrenamtliche unterstützen die jungen Familien einmal wöchentlich und bringen große Entlastung in den Alltag.


Hilfe in Anspruch nehmen

Ihr ältester Sohn war drei Jahre alt, als Claudia Rümmler-Krause Zwillinge auf die Welt brachte. Lange hat sie gezögert, sich an "wellcome" zu wenden, aber heute ist sie überglücklich, die Hilfe in Anspruch genommen zu haben. "Wir sind aus Dresden an den Bodensee gezogen und hatten niemanden, der uns zuverlässig unterstützen konnte. Schon nach ein paar Tagen mit den Kindern zu Hause und einem arbeitenden Mann war ich mit den Nerven am Ende", erinnert sie sich gut an die Zeit kurz nach der Geburt.

Unterstützung für 112 Familien

So wie Familie Rümmler-Krause geht es etwa drei Viertel aller Familien, die sich an "wellcome" wenden, berichtet Marion Behrendt, die als Koordinatorin für den Bodenseekreis zuständig ist. Die "wellcome"-Idee ist mittlerweile an 250 Standorten in Deutschland vertreten und wird im Bodenseekreis von der Stiftung Liebenau getragen. "Eine typische wellcome-Familie gibt es allerdings nicht, jeder kann sich an uns wenden." In den letzten fünf Jahren engagierten sich 51 Frauen als "wellcome-Engel" und leisteten insgesamt 4 800 Stunden ehrenamtliche Arbeit in den Familien. Zurzeit kann Marion Behrendt auf 22 Ehrenamtliche zurückgreifen. Eine davon ist Dorothee Glaser, die selber vier Kinder großgezogen hat. Da die Enkelkinder noch auf sich warten lassen, engagiert sie sich bei "wellcome".

Das Gefühl, wirklich helfen zu können

In ihren sechs Einsätzen hat Dorothee Glaser ganz unterschiedliche Familien erlebt, hat große Geschwisterkinder betreut, ist mit den Babys spazieren gegangen, hat eine Mutter mit drei Kindern zum Turnen oder Arzt begleitet und war oft auch einfach nur Ansprechpartnerin für Fragen und Sorgen. "Manchmal ist es schade, dass der Einsatz spätestens am ersten Geburtstag des Kindes zu Ende ist", gesteht sie. Dass sie mit ihrem Engagement Familien und Neugeborenen den Start ins Leben erleichtern kann, ist ihr eine große Freude. Mit einem Lächeln fügt sie hinzu: "Aber den größten Dank erhalte ich von den Kindern. Die machen mich einfach glücklich."

Ehrenamtliche dringend gesucht

Besonders den ehrenamtlichen "wellcome-Engeln" galt bei der Jubiläumsfeier im Roncalli-Haus der Dank von Christoph Gräf, Koordinator Liebenauer Netzwerk Familie, von der Jugendamtsleiterin Simone Schilling, und von Caren Glück-Kretschmer von der wellcome gGmbH. Dass sich "wellcome" im Bodenseekreis in den letzten fünf Jahren zum Erfolgsmodell entwickelt hat, zeigt sich auch daran, dass die Nachfrage stetig steigt.

 

Info:

Wer Interesse an der Tätigkeit hat, kann per E-Mail bodenseekreis@wellcome-online.de oder Telefon 07541 6017156 zu Marion Behrendt Kontakt aufnehmen.

Weitere Infos unter www.netzwerkfamilie.de/wellcome.html

 

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation
Sekretariat Presse
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
Telefax 07542 10-1117
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de

Mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement tragen die Ehrenamtlichen und die Koordinatorin Marion Behrendt (Mitte ohne Blumenstrauß) dazu bei, dass der Start ins Kinderleben gelingt.

Mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement tragen die Ehrenamtlichen und die Koordinatorin Marion Behrendt (Mitte ohne Blumenstrauß) dazu bei, dass der Start ins Kinderleben gelingt.

Gerade die erste Zeit nach der Geburt ist für eine gute Beziehung und das Heranwachsen selbstbewusster Kinder wichtig. Das „wellcome“-Konzept gibt Sicherheit und fördert und schützt die Kinder, darin sind sich alle Beteiligten einig (v. li.): Christoph Gräf (Koordinator Netzwerk Familie, Stiftung Liebenau), Claudia Rümmler-Krause (Mutter), Dorothee Glaser („wellcome-Engel“), Marion Behrendt („wellcome“-Koordinatorin für den Bodenseekreis) und Simone Schilling (Leitung Jugendamt Bodenseekreis).

Gerade die erste Zeit nach der Geburt ist für eine gute Beziehung und das Heranwachsen selbstbewusster Kinder wichtig. Das „wellcome“-Konzept gibt Sicherheit und fördert und schützt die Kinder, darin sind sich alle Beteiligten einig (v. li.): Christoph Gräf (Koordinator Netzwerk Familie, Stiftung Liebenau), Claudia Rümmler-Krause (Mutter), Dorothee Glaser („wellcome-Engel“), Marion Behrendt („wellcome“-Koordinatorin für den Bodenseekreis) und Simone Schilling (Leitung Jugendamt Bodenseekreis).

Dorothee Glaser („wellcome-Engel“), Marion Behrendt („wellcome“-Koordinatorin für den Bodenseekreis) und Claudia Rümmler-Krause (Mutter) wüschen sich, dass die Initiative „wellcome“ auch die nächsten fünf Jahre so wertvolle Arbeit leisten kann.

Dorothee Glaser („wellcome-Engel“), Marion Behrendt („wellcome“-Koordinatorin für den Bodenseekreis) und Claudia Rümmler-Krause (Mutter) wüschen sich, dass die Initiative „wellcome“ auch die nächsten fünf Jahre so wertvolle Arbeit leisten kann.