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13.05.2015

Diakonie Pfingstweid, St. Gallus-Hilfe und Stadt Tettnang diskutieren mit Bürgern inklusives Thema Lebenslage Senioren

TETTNANG - Zum zweiten Veranstaltungsabend des Inklusionsprojektes im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne des Landes Baden-Württemberg "DuIchWir Alle inklusive" fanden sich am vergangenen Dienstagabend ca. 60 interessierte Bürger und Bürgerinnen zum Austausch in der barrierefrei zugänglichen Stadtbücherei Tettnang ein.


Gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist Voraussetzung für die Bürgerrolle

Die Projektverantwortlichen Nils Pasternak, St. Gallus-Hilfe und Sandra Temme, Diakonie Pfingstweid begrüßten herzlich und stellten den Programmablauf vor. Lars Kehling, Vorstand der Diakonie Pfingstweid, übertrug in einem kurzen Impuls den Kunstbegriff "Inklusion", der 2008 mit Veröffentlichung der Behindertenrechtskonvention zum Fachbegriff wurde, in die Praxis und stellte die Frage "Wie können alle Senioren selbstbestimmt und frei am Gemeinwesen teilnehmen? Die Inklusion in Tettnang steht gesellschaftlich auf vier Säulen mit der St. Gallus-Hilfe, der Diakonie Pfingstweid, der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft Tettnangs. Gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist Voraussetzung für die Wahrnehmung der  Bürgerrolle".

Zahlreiche Angebote für Senioren

Vertreter diverser Einrichtungen stellten ihre Seniorenangebote vor. Die Fülle der Angebote zeigte die bereits langjährig praktizierte Inklusion in Tettnang, schon lange bevor der Begriff Inklusion bekannt war. Angebote sind u. a. "Atem-Stimme-Bewegung" der Diakonie Pfingstweid, der "Seniorentreff für alle" der St. Gallus-Hilfe im Kaplaneihaus und Seniorennachmittage der ev. Kirchengemeinde. Des weiteren Busausfahrten des Stadtseniorenrats, das Projekt "Miteinander, füreinander" der kath. Kirchengemeinde, Kurse der VHS und der KEB sowie Angebote der Musikschule, wie das Spielen der Veeh-Harfe und vieles mehr. Annette Hermann, Landratsamt Bodenseekreis vermittelt Sozialpartnerschaften im Projekt "Aktiv für ältere Menschen", bei dem Ehrenamtliche ältere Menschen mit Behinderung in Ihrer Freizeit begleiten.

Was fehlt in Tettnang?

Mit der Methode der "Zukunftswerkstatt" wurde anschließend in Kleingruppen die Lebenslage der Senioren der Gemeinde Tettnang diskutiert. In der Frage "Was fehlt in Tettnang?" wurden Kritikpunkte gesammelt und gebündelt. In einer zweiten Runde mit der Frage "Wie wünschen wir uns  inklusive Seniorenarbeit in Tettnang?" wurden Wünsche geäußert und Visionen erarbeitet. Am Ende des Abends konnten einige Ideen vorgestellt werden, die noch völlig losgelöst von den bisherigen Gegebenheiten bzw. ökonomischen und sozialen Hemmnissen formuliert wurden. So zum Beispiel, dass es eine Begegnungsstätte für alle, einen "offenen Bürgertreff" in Tettnang gibt, der niederschwellig ausgerichtet ist oder dass es einen verbesserten Stadtverkehr am Wochenende und abends gibt bzw. für jeden zugängliche und bekannte Mitfahrgelegenheiten oder gar ein gemeinsames Angebotsportal für alle in leichter Sprache.


Der dritte Themenabend zum Thema "Arbeitswelt" ist für den 22.09.2015 terminiert, der vierte und letzte Themenabend greift das Thema "Gesundheit" am 17.11.2015 auf. Die Ergebnisse werden anschließend zusammengefasst und an die Stadtverwaltung Tettnang und den Stadtrat weitergegeben.

 

Quelle: Diakonie Pfingstweid, www.pfingstweid.de

 

 

 

Lars Kehling, Vorstand der Diakonie Pfingstweid, mit einem Impuls zum Thema Inklusion.

Lars Kehling, Vorstand der Diakonie Pfingstweid, mit einem Impuls zum Thema Inklusion.

Vertreter diverser Einrichtungen stellten ihre Seniorenangebote vor.

Vertreter diverser Einrichtungen stellten ihre Seniorenangebote vor.

Kleingruppen diskutierten die Lebenslage der Senioren der Gemeinde Tettnang diskutiert.

Kleingruppen diskutierten die Lebenslage der Senioren der Gemeinde Tettnang diskutiert.

Es fand ein reger Austausch zu den vorgestellten Themen statt.

Es fand ein reger Austausch zu den vorgestellten Themen statt.