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25.02.2016

Runder Tisch zum Thema Inklusion

LINDAU – Zahlreiche Vertreter aus Politik, sozialen Organisationen, Vereinen und städtischen Einrichtungen haben sich zum ersten Runden Tisch in Lindau getroffen. Gemeinsam wurde überlegt, wie das Thema Inklusion in Lindau gefördert und erleichtert werden kann.


"Inklusion am See"

Im Rahmen des von Aktion Mensch geförderten Inklusionsprojektes "Inklusion am See" in Lindau hatten die Projektverantwortlichen Angela Karl und Ulrike Schnittcher von der St. Gallus-Hilfe zu der großen Austauschrunde ins Gemeindehaus der Versöhnerkirche in Zech eingeladen. Rund vierzig Vertreter von Vereinen, Betroffenen, sozialen Einrichtungen, Schulen, kirchlichen Organisationen und der Politik sind der Einladung gefolgt, um über das Thema Inklusion in Lindau zu diskutieren.

Viele Ideen in einem regen Austausch

Nach einem Grußwort von Frau Dr. Ulrike Lorenz-Meyer, der Behindertenbeauftragten der Stadt Lindau, führte Bernhard Hösch von der St. Gallus-Hilfe mit einem Kurzvortrag in die UN-Behindertenrechtskonvention "als Grundlage für die Entwicklung einer inklusiven Grundhaltung" ein. "Inklusion steht auf fünf Säulen: Integration, Infrastruktur, Information, Individualisierung und Identitätsentwicklung", so Hösch.

Im Anschluss daran erarbeiteten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen vielzählige kreative Ideen, wie Inklusion in Lindau weiterentwickelt und gelebt werden kann. Dr. Hans-Martin Brüll führte als unabhängiger Moderator durch die Veranstaltung. Bei dem regen Austausch kristallisierten sich acht Themenschwerpunkte heraus: Wohnen, Freizeit, Kultur, Sport, Beratung, Barrierefreiheit, Arbeit sowie Bildung und Erziehung.

Inklusion weiterentwickeln

In den verschiedenen Bereichen gibt es bereits bestehende Inklusionsangebote und inklusive Bestrebungen. Aber es sind auch noch Entwicklungspotenziale vorhanden. So kann zum Beispiel das Stadtmuseum im Zuge des geplanten Umbaus barrierefrei werden. Inklusionsangebote können auf weitere Schulen, Kindergärten, Vereine, Freizeiten und Institutionen ausgeweitet werden. Im nächsten Schritt sollen nun Arbeitskreise zu einzelnen Bereichen gebildet werden, in denen die Themen weiter bearbeitet werden. Ziel ist ein weiterer Runder Tisch im nächsten Jahr, damit die Akteure in Kontakt bleiben.

Inklusionsprojekt in Lindau

Nach den Vorlauf- und Planungsaktivitäten 2013/2014 ist die St. Gallus-Hilfe in Lindau im August 2015 mit dem Hauptprojekt gestartet. Zu den festen Kooperationspartnern zählen der Kreisjugendring, die Volkshochschule, die kommunale Jugendarbeit, die evangelische Kirchengemeinde St. Verena sowie die Friedensräume Lindau. Ziel des Inklusionsprojektes ist es, die zahlreichen Akteure in Lindau zu vernetzen, das Thema Inklusion verstärkt ins Bewusstsein zu bringen und bestehende Angebote inklusiv auszugestalten. Um die Vertreter des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens in diesen Prozess mit einzubeziehen und zusammenzubringen, entstand die Idee des Runden Tisches Inklusion, der nun erstmals sehr erfolgreich stattgefunden hat.


Kontakt und weitere Informationen
:
Angela Karl und Ulrike Schnittcher
Fischergasse 9
88131 Lindau

Tel. 08382 2739569

Intensiver Austausch beim Runden Tisch Inklusion in Lindau. (Foto: Karl)

In den Arbeitskreisen entstehen zahlreiche Ideen. (Foto: Karl)