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08.03.2016

Einweihung FuB Rosenharz: Grundstein für eine gute Zukunft

BODNEGG/ROSENHARZ – Die Stiftung Liebenau hat in Rosenharz einen lichten, ebenerdigen und funktionellen Förder- und Betreuungsbereich (FuB) gebaut. In den vier Gruppenräumen werden tagesstrukturierende und -entwicklungsfördernde Hilfen für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf angeboten. "Rosenharz hat eine gute Zukunft, weil die Menschen hier eine passgenaue Betreuung vorfinden", sagte Diana E. Raedler. Im Rahmen der Einweihung würdigte die Sozialdezernentin des Landkreises Ravensburg die personenorientierte Tagesstruktur.


Ein inklusives Dorf

"Rosenharz gehört zu Bodnegg", begrüßte Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, die Gemeinderäte mit Bürgermeister Christof Frick. "Die Verbindung und Zusammengehörigkeit ist spürbar", unterstrich Prälat Brock. Besonders schätzt er das Miteinander mit den Bildungseinrichtungen der Gemeinde Bodnegg. Der Singkreis Rosenharz mit Sängern aus Rosenharz und Bodnegg ist ebenfalls inklusiv aktiv, eröffnete mit "Komm herein, nimm dir Zeit" den Festakt für die zahlreichen, interessierten Gäste und Bewohner mit und ohne Behinderung.

Teilhabe erfahren

"Für uns hat Rosenharz eine besondere Bedeutung", bestätigte Diana E. Raedler. Für die Sozialdezernentin ist der Neubau ein Ergebnis einer zukunftsorientierten Sozialplanung, die sich daran orientiert, wie Menschen mit Behinderung leben und arbeiten sollen. "Hier geht es nicht um Zahlen", betonte Prälat Brock. Sondern: "Wer möchte wohin?" und "Wo ist Gemeinschaft erfahrbar?" In vier Gruppenräumen können bis zu 48 Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf begleitet werden. Jeder Gruppenraum ist mit einer Küchenzeile, mit Essbereich sowie mit Ruhe- und Rückzugsräumen ausgestattet. Werk- und Therapieräume ergänzen das personenorientierte, tagesstrukturierende Anbot und ermöglichen ein individuelles Heranführen an grob- und feinmotorische Tätigkeiten. Wie gut die unterstützende Teilhabe gelingt, zeigen die kreativen Produkte, die in dem im Förder- und Betreuungsbereich integrierten Laden erworben werden können.

Personenorientierte Begleitung und Förderung

Jörg Munk, Geschäftsführer der St. Gallus-Hilfe, schätzt die Vielfalt der unterschiedlichen Hilfen am Ort Rosenharz. "Menschen mit und ohne Behinderung können hier als Künstler in unserem Kreativatelier tätig sein", in der WfbM gibt es vielfältige Arbeitsmöglichkeiten im Grünen und im Kunsthandwerk. Es gibt unterschiedlich betreute Wohnarrangements, vom eigenständigen Wohnen im Appartement bis hin zu intensiv begleiteten Wohngruppen. Ergänzt wird dies nun durch den neuen Förder- und Betreuungsbereich. Entsprechend ihres Bedarfes erhalten die Menschen mit Behinderung fachlich differenzierte pädagogische, therapeutische und gegebenenfalls fachmedizinische Unterstützung.

Ein offenes Haus

"Sie zeigen uns, wie Inklusion gelebt werden kann", lobte Senator e. h. Prof. Roland Klinger vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg. Das Land und der KVJS haben sich mit 973.000 Euro an den Baukosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro beteiligt. Aktion Mensch unterstützte den Neubau mit 110.000 Euro. Es ist ein offenes Haus und bietet zudem Plätze für Menschen mit Behinderung von außerhalb. Weitere sechs Plätze stehen für die Seniorenbetreuung und Begleitung im Alter zur Verfügung. Mit den besten Wünschen für ein positives Wirken hinein in die Gemeinde, segnete Prälat Brock das Haus und alle, die dort ein- und ausgehen.

 

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de

Feierten die Einweihung des Förder- und Betreuungsbereichs in Rosenharz (v.l.): Bodneggs Bürgermeister Christof Frick, Jörg Munk (Geschäftsführer der St. Gallus-Hilfe), Senator e. h. Prof. Roland Klinger vom Kommunalverband Jugend und Soziales Baden-Württemberg, Conny Peter (Bewohnerin in Rosenharz), Prälat Michael H. F. Brock (Vorstand Stiftung Liebenau); Diana E. Raedler (Sozialsozialdezernentin Landkreis Ravensburg); Markus Harant (Leiter des Förder- und Betreuungsbereichs Rosenharz, Michael Worschischek (Leiter Arbeit und Bildung der St. Gallus-Hilfe).

Sozialdezernentin des Landkreises Ravensburg, Diana E. Raedler, lobte das Engagement der Träger mit der Gemeinde für eine gemeinsame Vision, wie Menschen mit Behinderung in Zukunft leben und arbeiten.

Senator e. h. Prof. Roland Klinger, Verbandsdirektor des Kommunalverbandes Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), informierte über die Inhalte und neuen Herausforderungen der Bundesteilhabe- und der Landesinklusionsgesetze.

Im Rahmen der Einweihung überreichte Andreas Reinhardt (Mitte) vom Architekturbüro Zyschka den symbolischen Schlüssel für den neuen Förder- und Betreuungsbereich Rosenharz an Markus Harant (rechts), Leitung FuB Rosenharz, und Michael Worschischek (Leitung Bereich Arbeit und Bildung der St. Gallus-Hilfe).

Gemeinsam mit prominenten Gästen feierten Bewohner und Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe Rosenharz die Einweihung des neuen Förder- und Betreuungsbereiches der Liebenauer Arbeitswelten. Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, segnete den Neubau.