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04.04.2016

Kreativwerkstatt Rosenharz stellt in der Stadtgalerie Markdorf aus

MARKDORF/ROSENHARZ – "Jedes Werk ist ein visueller Genuss", würdigte Stadtrat Dietmar Blitzenhofer die Ausstellung "Wirklich – Unwirklich" in der Stadtgalerie Markdorf. Zum ersten Mal sind dort Bilder und Skulpturen von Menschen mit Behinderung zu sehen. Mit über 200 Besuchern feierten die Künstler der Kreativwerkstatt Rosenharz (Stiftung Liebenau) die Vernissage.


Das Interesse war enorm

Nicht nur die Besucher waren von den farbenstarken Werken angetan. "Ich bin glücklich, dass wir die Ausstellung hier haben", freute sich Dr. Bernhard Oßwald, erster Vorsitzender des Kunstvereins Markdorf. Das Interesse war enorm. Zu Beginn der Vernissage war kein Stuhl mehr frei. Mittendrin: die Künstler mit Behinderung. Scarlett Schäfer, die ihre Afrikabilder selbst erklärte, begrüßte die zahlreichen Besucher und sprach den Künstlern und dem Kunstverein aus dem Herzen: "Es ist für uns eine große Freude, dass Sie heute alle hier sind."

Spiegelbild des Künstlers

In dem Titel "Wirklich – Unwirklich" spiegle sich das Spannungsfeld, in dem sich die Künstler aufgrund ihrer Einschränkungen bewegen, so Markus Wursthorn, Fachbereichsleiter bei der St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau, und ermutigte zum Innehalten: "Die Werke sind eine Einladung der Künstler, uns an ihren Gedanken, Vorstellungen, Erlebnissen und Gefühlen teilhaben zu lassen." Bilder wie "New York – Broadway" erlauben den Besuchern, die eigene tatsächliche Wirklichkeit und Sicht der Dinge zu überschreiten. Großformatige Werke wie "Der Traum von Afrika" sind Ausdruck einer Sehnsucht, die den Betrachter berührt. "Den Künstler ist es gelungen, das eigene innere Verständnis ihrer Welt auf die Leinwand zu übertragen", lobte Stadtrat Blitzenhofer, und Dr. Oßwald sagte: "Die Werke sind authentisch."

Begleitet von den einfühlsamen Rhythmen der integrativen Band "Na und!" der Diakonie Pfingstweid Tettnang verweilten die Besucher noch lange vor den Werken, bewunderten die Strahlkraft der Bilder in Acryl auf Leinwand, erlagen dem zärtlichen Charme der großformatigen "Eisenbahn".

Welt der Farben

Im Atelier der Kreativwerkstatt Rosenharz werden Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf begleitet. Viele können sich nicht mit Worten erklären. Mit der Welt der Farben haben sie ihre Sprache gefunden. "Es sind ihre Erfahrungen, ihre Wünsche, die in den Bildern zum Ausdruck kommen", erklärte Kunsttherapeutin Irmgard Stegmann. "Die Werke entstehen im Dialog miteinander. Wertschätzung und Anerkennung beflügeln. Im gemeinsamen Tun überschreiten sie das Gewöhnliche." Ihre Bilder schärfen die Wahrnehmung des Betrachters. Die anmutigen Skulpturen beeindruckten. "Die Werke sind so fröhlich", staunte eine Kunstfreundin.

 

 

Wirklich – Unwirklich

Die Ausstellung "Wirklich – Unwirklich" der Kreativwerkstatt Rosenharz ist bis zum 22. April 2016 in der Stadtgalerie Markdorf sehen. Der Eintritt ist frei.

www.kunstverein-markdorf.de

Ansprechpartnerin
Irmgard Stegmann, Kunsttherapeutin
Kreativwerkstatt Rosenharz, Liebenauer Arbeitswelten
Telefon: 07520 929-2767

www.liebenauer-arbeitswelten.de

 

 

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de

www.stiftung-liebenau.de

 

 

 

 

Ein Gemeinschaftswerk der Künstler in Anlehnung an die Vernissage und Ausstellung „Wirklich-Unwirklich“ in der Stadtgalerie Markdorf.

Premiere in der Stadtgalerie Markdorf: Mit Stefan Fricker (hinten links), Leitung Bereich Arbeit und Bildung in der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau), Markus Wursthorn (hinten 2. v. r.) von der Geschäftsleitung der St. Gallus-Hilfe, sowie Ingrid Friedel-Neumann (3. v. r), Heide Staiger (2. v. r.) und Johanna Bischofsberger (rechts) vom Kulturverein Markdorf eröffneten die Künstler und Mitarbeiter der Kreativwerkstatt Rosenharz mit Kunsttherapeutin Irmgard Stegmann (4. v. r.) die Ausstellung „Wirklich-Unwirklich“.

Blumen für die Künstler (v. r. n. l.): Scarlett Schäfer und Eva Tettey-Enyo von der Kreativwerkstatt Rosenharz mit Heilerziehungspflegerin Sylvia Stephan und Kunsttherapeutin Irmgard Stegmann.

Sie sind von den Werken der Künstler mit Behinderung beeindruckt (v. l. n. r.): Markus Wursthorn, Geschäftsleitung St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau), Stadtrat Dietmar Bitzenhofer, Christine Beck (hintere Reihe), Geschäftsleitung St. Gallus-Hilfe, Dr. Bernhard Oßwald, erster Vorsitzender des Kulturvereins Markdorf, und Christiane Oßwald, Mitglied im erweiterten Vorstand.

Die Band „Na Und!“ der Diakonie Pfingstweid gestaltete mit einfühlsamen Liedbeiträgen den musikalischen Rahmen der Vernissage.

Scarlett Schäfer (links) erklärt ihre Bilder.

Gespannte Erwartung.

Die „Eisenbahn“ beeindruckte mit zärtlichem Charme.

Der dicke Ralf und Gröna beim Tänzchen.