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12.04.2016

Wirtschaftsforum im BBF Bad Waldsee

BAD WALDSEE – Das Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrum (BBF) in der Steinstraße 13 ist neu in Bad Waldsee. Für ein gegenseitiges Kennenlernen hat die Arbeitsgemeinschaft "Wirtschaft im Gespräch" zur Tagung in das BBF eingeladen. Über 50 Unternehmer und Führungspersonen aus dem Großraum Bad Waldsee informierten sich beim Wirtschaftsforum im BBF über das Haus der Integrations-Werkstätten Oberschwaben (IWO) und der Liebenauer Arbeitswelten (Stiftung Liebenau).


Das Interesse war enorm

Bürgermeister Roland Weinschenk und Bernhard Schultes, Sprecher der AG "Wirtschaft im Gespräch", haben das ehrenamtliche Wirtschaftsforum in das BBF eingeladen. Das Interesse war enorm. Viele Unternehmer und Führungspersonen aus Bad Waldsee und Umgebung waren zum ersten Mal in der Steinstraße 13: "Wohnen die Menschen hier?" Dirk Weltzin, Geschäftsführer der IWO erklärte: "Das Haus dient ausschließlich der Tagesstruktur. Die Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, die wir hier begleiten, leben zu Hause oder im betreuten Wohnen, das von uns oder von anderen Trägern angeboten wird."

Haus für Tagesstruktur

Schon im Eingangsbereich ist erkennbar, was im BBF geleistet wird. Der Leiterwagen mit hübsch verpacktem Feuerholz dient nicht allein als Dekoration. Die Beschäftigten haben sich bereits im benachbarten Wohngebiet vorgestellt und Tüten mit Feuerholz verteilt. Auch erste Kontakte zu örtlichen Unternehmern haben Elke Lang (IWO) und Hans-Peter Schlecker (Liebenauer Arbeitswelten) bereits geknüpft. "Die Werkstätten sind hochwertige Dienstleister", bestätigte Dirk Weltzin (IWO). "Die Arbeitsprozesse werden so gestaltet, dass sie von den Beschäftigten ausgeführt werden können."

Bildung für die Teilhabe

Im BBF kann jeder seine Tagesstruktur selbst bestimmen. Handwerkliche Arbeiten und personenorientierte Bildungspläne fördern die Wahrnehmung, die kognitiven Fähigkeiten, die Kommunikation und die Motorik. "Die Qualifizierungen und Anleitungen ermöglichen eine lebenslange Teilhabe an Arbeit und Bildung", informierte Michael Worschischek, Leitung Fachbereich Arbeit und Bildung von den Liebenauer Arbeitswelten. Das Lernen und Arbeiten findet im geschützten Rahmen im BBF statt und mit intensiver Begleitung der Fachkräfte in örtlichen Betrieben und Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes.

Wirtschaft im Gespräch

In der sich anschließenden Gesprächsrunde berichteten Unternehmer und Rektor Frank Wiest über durchweg positive Erfahrungen mit Flüchtlingen und anerkannten Asylbewerbern als Arbeiter, Praktikanten und Schüler. Darüber hinaus informierte Geschäftsführer Bernd Reißmüller von der Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben, wie eine Projektidee nach LEADER umgesetzt werden kann. LEADER ist ein Förderprogramm für den ländlichen Raum und steht für "Liaison Entre Actions de Développement de l'Economie Rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).

Ort der Begegnung

Der Ort der Tagung ist offen für das Gemeinwesen der Stadt. Das BBF nutzt den Schulungsraum für inklusive Bildungsangebote im Haus sowie für die Begleitung und Förderung in Außenarbeitsplätzen. Gleichermaßen können dort externe Anbieter eigene Veranstaltungen durchführen. In Kooperationen mit örtlichen Vereinen und Unternehmern, mit der Volkshochschule (VHS), mit Musikschule und Pfarrgemeinden entwickeln die IWO und die Liebenauer Arbeitswelten ein individuelles Kurssystem für die Beschäftigten, das eine Vielfalt an Bildung, Begegnung und Förderung erlaubt. "Wir sind ein offenes Haus", sagte Worschischek.

 

BBF Bad Waldsee

Das BBF Bad Waldsee bietet 48 Plätze für die Tagesstruktur von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Die Integrations-Werkstätten Oberschwaben (IWO) und die Liebenauer Arbeitswelten (Stiftung Liebenau) haben in der Steinstraße 13 eine dezentrale Bildungseinrichtung geschaffen, die es den Beschäftigten erlaubt, nah der Heimat wohnen zu bleiben. Den Liebenauer Arbeitswelten stehen 24 Plätze zur Verfügung. Die IWO begleitet die Tagesstruktur von zwölf Beschäftigten und bietet darüber hinaus zwölf Plätze für die Ambulante Arbeitsassistenz.

www.liebenauer-arbeitswelten.de

www.iwo.de

 

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de

www.stiftung-liebenau.de

 

 

 

Die Arbeitsgemeinschaft „Wirtschaft im Gespräch“ der Stadt Bad Waldsee hat zum Informationsaustausch in das Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrum (BBF) der Integrations-Werkstätten Oberschwaben (IWO) und der Liebenauer Arbeitswelten in der Steinstraße 13 eingeladen: (v. li.) Markus Wursthorn (Geschäftsleitung St. Gallus-Hilfe), Bernhard Schultes (Sprecher AG „Wirtschaft im Gespräch“), Elke Lang (IWO), Bürgermeister Roland Weinschenk, Hans-Peter Schlecker (Liebenauer Arbeitswelten), Geschäftsführer Dirk Weltzin (IWO) und Michael Worschischek (St. Gallus-Hilfe, Leitung Fachbereich Arbeit und Bildung).

Großer Empfang im Foyer: Über 50 Unternehmer und Führungspersonen aus dem Raum Bad Waldsee kamen zum Wirtschaftsforum im BBF Bad Waldsee.

In der Steinstraße 13 in Bad Waldsee befindet sich das Das Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrum (BBF). Hier bieten die Integrations-Werkstätten Oberschwaben (IWO) und die Liebenauer Arbeitswelten (Stiftung Liebenau) eine indiviuelle Tagesstruktur.