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17.05.2016

Ideenwerkstatt – Inklusion in Salem

SALEM – Die St. Gallus-Hilfe und ihre Kooperationspartner hatten zur gemeinsamen Ideenwerkstatt eingeladen, um den Ist-Stand zum Thema Inklusion in der Gemeinde zu erheben. Zu den Themen Arbeitsleben, Wohnen, Freizeit und Vereinsleben wurden gemeinsame Visionen entwickelt.

Der Heimleiter des Alten- und Pflegeheims Wespach Torsten Schillinger bezeichnet in seinem Grußwort „Inklusion als das Gegenteil von Ausgrenzung" und begrüßt als Gastgeber die in der Gemeinde Salem tätigen sozialen Organisationen, Dienste und Vereine.

Felix Heckenberger vom Inklusionsprojekt der St. Gallus-Hilfe in Salem nennt das Ziel des Nachmittags, nämlich Partnerschaften knüpfen und Zusammenarbeit aktivieren. „Mit dieser Veranstaltung können gute Voraussetzungen geschaffen werden, damit Menschen mit Behinderungen in der Mitte der Gesellschaft ankommen und es ihnen gut geht."

Mit den in der Gemeinde Salem tätigen sozialen Organisationen, Diensten und Vereinen wurde in den Themenfeldern Wohnen-Arbeitswelt-Bildung –Freizeit und Vereinsleben der Ist-Stand zur Inklusion erhoben und dann gemeinsam Zukunftsideen entwickelt.

Melanie Süß-Scharf, Bereichsleitung der Diakonie Pfingstweid e. V., ergänzt, dass es zuerst Impulse zu den vier o. g. Themen gibt und danach an Thementischen nach der Aufnahme des Ist-Standes, Wünsche geäußert und Ideen gesammelt werden können zum Thema „Was kann die Gemeinde für Menschen mit Behinderung tun?".

So gaben Claudia Appel Infos zum Thema Wohnen, Fabienne Schnurr (Behindertenhilfe Ambulante Dienste Die Zieglerschen) Infos zum Thema Freizeit und Vereinsleben, Günter Fordinal (Rektor Buggensegelschule) Infos zu Bildung, Inklusion in Kindergarten und Schule der Gemeinde. 

Karin Schlichtling-Lau (Jobcoach Diakonie Pfingstweid) stellt dar, wie wichtig Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeitsleistung sind. Für Menschen mit Behinderungen mit höherem Hilfebedarf gibt es geschützte Arbeitsplätze in der WfbM mit begleitendem Fachpersonal. Schulungen, Bildung, Fortbildung auch im lebenspraktischen Bereich, Anleitungen jeglicher Art führen hin zu Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zum "Ausprobieren". Hier arbeitet man als Praktikant an Außenarbeitsplätzen in Betrieben mit, der rechtliche Status ist hierbei noch der eines Mitarbeiters in einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen). Eine Anstellung auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt ist das Ziel.

Danja Gründler (Jobcoaching Liebenauer Arbeitswelten) ergänzt „Früher gab es immer einen Helfer". Mit Unterstützung aller können Menschen mit Behinderung dauerhaft Teil der Gesellschaft werden.

Die Ergebnisse der Diskussionen und Ideensammlungen wurden abschließend den Teilnehmern präsentiert. 

Artikel im Südkurier am 03.05.2016 von Catherine Blocher: http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/salem/Ideenwerkstatt-zu-den-Themen-Inklusion-und-Dezentralisierung;art372491,8691611

 


Weitere Informationen:
St. Gallus-Hilfe gGmbH
Inklusionsprojekt „Das Miteinander gewinnt“
Felix Heckenberger
Tel. 07553 8279757
felix.heckenberger@st.gallus-hilfe.de

 

Intensiver Austausch in der Ideenwerkstatt Salem.

Felix Heckenberger (St. Gallus-Hilfe) und Melanie Süß-Scharf (Diakonie Pfingstweid) stellen das Vorgehen und die Ziele der Ideenwerkstatt vor.

Angeregte Diskussion an den Thementischen Arbeitsleben, Wohnen, Freizeit und Vereinsleben.