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05.07.2016

Gemeinsame Arbeit, „inklusive“ Begegnungen

VILLINGEN-SCHWENNINGEN – Strahlend weiße Wände, ein zauberhafter Innenhof, leckeres Essen und Begegnungen frei Haus: Ein Glanzstück in Sachen Teilhabe war der soziale Tag der Baugenossenschaft Familienheim und der Werkstatt der St. Gallus-Hilfe in Villingen-Schwenningen. Rund 60 Personen aus den beiden Unternehmen arbeiteten Ende Juni einen Tag lang zusammen. Zur schweißtreibenden Arbeit gesellte sich bei allen Beteiligten viel Spaß hinzu.


Pünktlich zu Dienstbeginn begrüßte Barbara Reichstein (Leiterin der St. Gallus-Hilfe Schwarzwald-Baar-Kreis) Ende Juni die Akteure zum sozialen Tag. Von der „Familienheim“ waren 28 Mitarbeiter und drei Rentner am Werk, von der St. Gallus-Hilfe über 30 Personen. Sie fanden sich anschließend in mehreren Arbeitsgruppen, die in der Pontarlierstraße und in der Prinz-Eugen-Straße ihren Aufgaben nachgingen: Teams strichen Innenwände und Außenfassaden, das Gartenteam errichtete eine lauschige Ecke für die Pausen. Auch das Cateringteam war gefragt: Alleine zehn Kilogramm Kartoffeln mussten für Salat geschält werden. Für weitere Salate, das Grillgut und für Kuchen war das Team ebenfalls zuständig.

Begegnungen wie alltäglich

Dass nicht nur die Arbeit im Vordergrund stand, zeigten die vielen Gespräche und das häufige Lachen, das an beiden Einsatzorten zu vernehmen war. Wie nebenbei und selbstverständlich fanden die Begegnungen statt. „Wir haben bemerkt, dass wir gemeinsame Bekannte haben“, erzählten zwei Mitarbeiterinnen der „Familienheim“ und der St. Gallus-Hilfe. Auch der Familienheim-Geschäftsführer Sebastian Merkle, zeigte sich begeistert: „Ich habe Einiges über die Leute erfahren“, schilderte er zufrieden. Im Alltag treffe man sich zwar. Hintergrund und Ansinnen des Geschäftsleitungsteams war es jetzt aber, dass die Mitarbeiter der „Familienheim“ hautnah Einblicke in die tägliche Arbeit der St. Gallus-Hilfe erhielten.

Beziehung noch mehr gefestigt

Die „Familienheim“ und die St. Gallus-Hilfe verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. In der Pontarlierstraße sind sie unter einem Dach angesiedelt. Die St. Gallus-Hilfe nutzt unter anderem aber auch den Konferenzraum des Partners für Veranstaltungen an denen wiederum Familienheim-Auszubildende teilnehmen. Bei den „SAMI“-Jobs – sozial, aktiv, motivierend, integrierend – verrichten Mitarbeiter der beiden Unternehmen gemeinsam Hilfsarbeiten in den Büros der Baugenossenschaft.

Teams wie eingespielt

Ziel des gemeinsamen sozialen Tages war es auch, den Innenhof der neu eingerichteten Werkstatt in der Prinz-Eugen-Straße für den nahenden Tag der offenen Tür ansprechend zu gestalten. Beim Schleifen der Garagentore oder Befestigen eines Bretterzaunes wirkten manche Teams wie schon lange eingespielt. Und wenn die Führungskraft der „Familienheim“ dem Mitarbeiter der St. Gallus-Hilfe handlangerte, gab es keinerlei Berührungsängste. Derweil herrschte auch in der Holzwerkstatt, wo Schriftzüge aus Holz hergestellt wurden, angeregte Stimmung. Die Frage wer nun wem geholfen hat, brachte eine Familienheim-Mitarbeiterin auf den Punkt: „Uns wurde geholfen.“ Nämlich dabei, noch mehr zu verstehen, was Inklusion bedeutet.

 

 

Gemeinsames Arbeiten in der Holzwerkstatt: (v. l.) Ingrid Engler, Brigitte Fichter (beide St. Gallus-Hilfe), Waltraud Rosenfelder (Baugenossenschaft Familienheim), Heike Mast (St. Gallus-Hilfe), Moni Lehmann (Baugenossenschaft Familienheim). Die fertigen Produkte wurden beim Tag der offenen Tür ausgestellt. (Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie am Textende)


Impressionen vom Sozialen Tag

  • Jeder hatte beim Sozialen Tag seine Aufgabe: Barbara Reichstein (links; Leiterin der St. Gallus-Hilfe Schwarzwald-Baar-Kreis) mit Beate Ritter beim Abkleben der Bürotüren in der Pontarlierstraße.

  • Das Catering-Team hatte alle Hände voll zu tun, um den Hunger von rund 60 Helfern zu stillen.

  • Gemeinsames Arbeiten in der Holzwerkstatt: (v. l.) Ingrid Engler, Brigitte Fichter (beide St. Gallus-Hilfe), Waltraud Rosenfelder (Baugenossenschaft Familienheim), Heike Mast (St. Gallus-Hilfe), Moni Lehmann (Baugenossenschaft Familienheim). Die fertigen Produkte wurden beim Tag der offenen Tür ausgestellt.

  • Neuer Anstrich und neuer Glanz für die Werkstatt in der Pontralierstraße: (v. l.) Barbara Reichstein (Leiterin der St. Gallus-Hilfe Schwarzwald-Baar-Kreis), Beate Ritter (Beschäftigte der Gallus-Werkstatt) und von der Baugenossenschaft Familienheim Martin Renner (oben; Vorstand) und Melanie Pees (Prokuristin).

  • Der Hof der Gallus-Werkstatt in der Prinz-Eugen-Straße erhielt beim sozialen Tag ein ansprechendes Erscheinungsbild. Die vielen helfenden Hände machten dies möglich.

  • Die Gartenecke entsteht: Dieter Schulz, Beschäftigter der St. Gallus-Hilfe und Matthias Mager (Prokurist der Baugenossenschaft Familienheim) errichten einen Zaun. Nach kurzer Zeit waren sie ein eingespieltes Team.

  • Arbeiteten Hand in Hand: Sebastian Merkle, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Familienheim, und Felicitas Bichweiler von der St. Gallus-Hilfe.

  • Stolz auf ihr Resultat: (v. l.) Mark Fischer (Prokurist Baugenossenschaft Familienheim), Patrick Oestreich und Kevin Rometsch von der St. Gallus-Hilfe nahmen sich gemeinsam die Garagenfassaden vor.

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