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07.07.2016

Ambulanter Kinderhospizdienst AMALIE entsendet neue Paten

LIEBENAU – Der Ambulante Kinderhospizdienst AMALIE, eine Kooperation der Stiftung Liebenau und der Malteser, bildete im sechsten Jahr Paten für den ehrenamtlichen Hospizdienst in Familien mit lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankten Kindern aus. 13 neue Paten erhielten bei einer Entsendungsfeier im Liebenauer Schloss nun ihre Zertifikate. Dabei gab es auch eine Spende der Männergesangvereine Amtzell und Haslach.


Sensibilisiert für Tod und Trauer

Elf Frauen und zwei Männer haben sich über Monate darauf vorbereitet, Familien in Situationen von Tod und Trauer zu begleiten, ihnen Unterstützung in ihrem schweren Alltag zu geben. Über insgesamt 100 Stunden erstreckt sich der Qualifizierungskurs des Ambulanten Kinderhospizdienstes AMALIE, der auf den ehrenamtlichen Dienst in den Familien vorbereitet. Wichtigstes Ziel des Seminars ist, die künftigen Paten für Krankheit, Sterben, Tod und Trauer zu sensibilisieren. Während eines Praktikums in Behinderteneinrichtungen, im Kinderhospiz oder in integrativen Kindertagesstätten sammelten sie Erfahrung im Umgang mit schwerkranken Kindern.

Für andere da sein und Zeit schenken

„Sie trauen sich etwas, wenn Sie den Schritt in die Familien wagen“, sagte Diakon Graf Vitus Waldburg-Zeil vom Malteser Hilfsdienst. „Aber die Menschen werden sich freuen, dass Sie da sind.“ Im Namen der Stiftung Liebenau dankte Christoph Gräf den Patinnen und Paten: „Sie sind Menschen mit Sendungsbewusstsein. Sie sorgen dafür, dass in den betroffenen Familien wieder ein Licht leuchtet und sie wieder neue Hoffnung schöpfen können.“

Ein Stück Normalität im Alltag

Barbara Weiland und Elisabeth Mogg sind die Koordinatorinnen der AMALIE im Bodenseekreis beziehungsweise im Landkreis Ravensburg. „Wir sind dankbar, dass Sie den Familien Ihre Zeit schenken wollen“, sagte Barbara Weiland. „Die Paten ermöglichen drei bis vier Stunden pro Woche ein Stück Normalität im Alltag“, erläuterte Elisabeth Mogg. Sie spielen mit Geschwistern, betreuen bei den Hausaufgaben, geben Eltern Raum für eine Auszeit – und oft genug sind sie „einfach nur“ da, um das mitzutragen, was in der Familie gerade geschieht.

Männerchöre spenden 1.600 Euro

Mit einer großzügigen Spende in Höhe von 1.600 Euro machten die Männergesangvereine von Amtzell und Bodnegg den Verantwortlichen der AMALIE eine besondere Freude. Gesammelt haben sie das Geld bei zwei Weihnachtskonzerten. Mit den Liedern „Abendfrieden“ und „Freude am Leben“ bereicherte der gemeinsame Chor mit 40 Stimmen die Entsendungsfeier. „Es ist einfach schön, wenn Menschen etwas mit Freude tun und dabei an AMALIE denken“, freute sich Barbara Weiland. „So sind die Familien ein Stück weit dabei.“

 

Info:
Der nächste Qualifizierungskurs startet am 14. Oktober 2016. Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert kann sich auf der Homepage des Ambulanten Kinderhospizdienstes AMALIE informieren:
www.kinderhospizdienst-ravensburg.de und
www.kinderhospizdienst-bodensee.de.

Damit die Begleitung für alle Familien kostenlos angeboten werden kann, ist AMALIE auf Spenden angewiesen:

Spendenkonto der Stiftung Liebenau
Sparkasse Bodensee
IBAN DE35 6905 0001 0020 9944 71
BIC SOLADES1KNZ
Stichwort: Kinderhospizdienst

 

 


 

Kontakt:
Stiftung Liebenau
Abteilung Kommunikation und Marketing
Vera Ruppert, Pressearbeit
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 10-1181
vera.ruppert@stiftung-liebenau.de

www.stiftung-liebenau.de

 

 

 

13 neue Patinnen und Paten beim Ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE, eine Kooperation der Stiftung Liebenau und der Malteser: Sie haben sich über Monate darauf vorbereitet, Familien in Zeiten von Krankheit, Trauer und Tod beizustehen.

Spende über 1.600 Euro von den Männerchören in Amtzell und Bodnegg (v. li.): Die Koordinatorinnen des Ambulanten Kinderhospizdienstes AMALIE, Elisabeth Mogg und Barbara Weiland (re.) danken Klaus Kühn (Vorsitzender des Männergesangvereins Bodnegg), Dirigent Rochus Hack und Thomas Duller (Vorsitzender des Männergesangvereins Amtzell).